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Werner.
Raum in einem wesentlichen Verhältniss zu einander stehen.
Die Seele ist, wenn schon nicht selber räumlich ausgedehnt,
doch wesentlich raumfassend, und ihre Einrückung in den
himmlischen Vollendungsstand wird ■wohl nichts anderes als die
vollkommene Actuirung ihres geistigen Raumfassungsvermögens
bedeuten, während umgekehrt die jenseitigen Zustände des
Leidens und der Pein neben der inneren Zerrissenheit wohl
auch Coarctationen durch die Macht und Wucht der kosmischen
Wirklichkeit, zu welcher der von der Idee seiner selbst abgefallene
Mensch in ein unwahres Verhältniss gerathen ist, zu
bedeuten haben werden. Aus dem Gesagten ergibt sich die
Nothwendigkeit einer Vergeistigung des Raumbegriffes. Nur
darum, weil Baco bei der sinnlichen Raumanschauung stehen
bleibt, kann er die Ausserräumlichkeit der geistigen Existenzen
behaupten, während in Wahrheit eben die geistigen Mächte, die
in der kosmischen Wirklichkeit waltenden Bildungsmächte die
wirklichen realen Raumbegriffe und lebendigen Raumfassungen
sind, und zwar so, dass Gott die absolute Fassung der Dinge,
die Geister und Seelen aber die lebendigen Fassungen der von
ihnen beherrschten kosmischen Wirklichkeit sind, welche für
sie durch die derselben immanenten Gestaltungsmächte fassbar
gemacht wird. Es ist demzufolge unrichtig, wenn Baco sagt,
dass die geistigen Existenzen weder eines Locus salvans noch
eines Locus continens, die elementare Natur aber nur eines
Locus salvans und keines Locus continens bedürfe. Alles Geschaffene
hat seinen Locus proprius salvans et continens, indem
jedes Niedere nebstdem, dass es in sich selber befasst ist, auch
in einem ihm übergeordneten Höheren, zuhöchst aber in Gott
als Locus salvans et continens befasst ist.
Da alles Generable corruptibel ist, so ergibt sich bei
Baco als selbstverständlich der Satz, dass nur die intellective
Seele unsterblich ist, während die durch Generation entstandene
Anima vegetativa und Anima sensitiva ihrer Natur nach sterblich
sind. Die intellective Seele ist wesentlich eine denkende
und wollende, und als solche Geist; also nur die Geister sind
unsterblich, die Seelen als solche sterblich. Baco zieht diese
Consequenz nicht förmlich, weil er das intellective Denk- und
Willensprincip als Wesensform des Menschen nimmt; er unterscheidet
ferner die menschliche Intellectivseele wesentlich von