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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

Briefe  des  Claudius  Cantiuncula  uud  Ulrich  Zaeius.  Yon  1521—1533.

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forschen,  eine  Reihe  von  Werken 1  herauszugeben  und  mit  seinen
Funden  den  Gelehrten  zu  dienen.
Seine  Paraphrasen  der  Institutionen  (1533  ff.)  machten
aufs  Neue  Aufsehen  in  der  gelehrten  Welt,  um  1542  gewahren
wir  ihn  an  der  Spitze  der  k.  Kanzlei  zu  Eusisheim,  1543  auf
dem  Tage  zu  Speier,  1546  auf  dem  zu  Regensburg,  1547  auf
dem  zu  Augsburg;  über  seinen  Ausgang  ist  Nichts  überliefert,
auch  sein  Todesjahr  lässt  sich  nur  annähernd  bestimmen  —
Rivier  setzt  es  vor  1561  oder  1562  an.  —  Jedesfalls  war
Cantiuncula  ein  Mann  von  grosser  Vielseitigkeit  des  Wissens
und  ausgezeichneter  Formvollendung  —  man  vergleicht  ihn  in
dieser  Hinsicht  mit  Muretus—es  gereicht  wohl  zu  seinem  Ruhme,
dass  ihn  so  grosse  Männer  hochhielten  und  von  ihm  nur  lobend
sprachen.  Die  von  Rivier,  sowie  die  von  mir  mitgetheilten
Schreiben,  zeigen  ihn  aber  auch  als  einen  sehr  artigen  und
urbanen  Mann,  der  im  Umgänge  mit  den  Grossen  sich  an
entgegenkommenden  Meinungsausdruck  gewöhnt  hatte.

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Der  Codex  Pal.  Vindob.  8987  enthält  eine  Reihe  von
Aufschreibungen,  die  sich  auf  Cantiuncula  beziehen.  Es  sind
diess:  von  Fol.  la  —  6  a  ein  mit  C.  Cantiuncula  Juris  consultus
unterzeichnetes  ,Responsum  ad  quaestionem,  in  qua  specie  florenorum
  facienda  sit  redemtio  arcis  et  oppidi  Kulsen  quam
Theodoricus  archiepiscopus  Moguntinus  cum  pacto  reluitionis
Johanni  a  Witstat  uendiderat  et  archiepiscopus  Albertus  a.  1533
redimere  cupiebat/ 2  Diesem  Responsum  folgen  dann  verschiedene
Aufzeichnungen,  ein  Brieffragment  (fol.  6  b)  das  sub  XIV  erscheint, ­
  und  endlich  ein  Gutachten  über  den  Friedensbruch
Franz  von  Sickingen  (Sicinius)  (von  fol.  7  ■—  18  a),  der  dem
Kurfürsten  absagte.  In  diesem  weitläufigen,  frisch  geschriebenen,
reichlich  mit  Allegationen  versehenen  Rechtsgutachten, 3  das
nach  Sickingens  Tod  verfasst  ward,  erklärt  sich  Cantiuncula
)  für  die  Rechte  und  Forderungen  der  Kinder  jenes  Ritters  und
            
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