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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

Beiträge  zur  Textkritik  der  Scriptores  liistoriae  Augnstae,

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nämlich:  ,Demgemäss  hat  sich  die  Erinnerung  an  eine  so
vielfach  besprochene  und  allgemein  bekannte  Sache  bis  zur
Gegenwart  erhalten'.  Und  eben  deshalb,  fährt  Pollio  fort,
sollte  Herennius  Celsus  wissen,  dass  er  Unstatthaftes  verlange,
wenn  er  als  Statthalter  Aegyptens  das  Consulat  und  somit  die
Fasces  zu  erhalten  wünsche.  Zu  frequentatae  vgl.  Trig.  33,  5:
extat  eins  familia,  Censorinorum  nomine  frequent  ata,  d.  h.:  ,allgemein ­
  bekannt  unter  dem  Namen  der  Censorinih
Trig.  32,  7:  Longius  mihi  uideor  processisse  quam  res
postulabat.  sed  quid  faciam  ?  scientia  naturae  facilitate  uerbosci
est.  Was  hier  unter  naturae  facilitate  zu  verstehen  sei,  vermag
ich  nicht  zu  erkennen.  Vielleicht  lässt  sich  durch  die  Schreibung
natura  et  facultate  ein  befriedigender  Sinn  hersteilen.  Das  Wissen
ist  wortreich  vermöge  seiner  Natur,  indem  es  eine  Ueberfülle
von  Gedanken  zum  Ausdrucke  zu  bringen  hat,  dann  auch  vermöge ­
  seiner  Fähigkeit,  sich  über  alle  Materien  leicht  und  ungezwungen ­
  auszudrücken  (facultas  =  dicendi  facultas).
Claud.  4,  4:  ,Claudi  Auguste,  tu  nos  ab  Aureolo  uindica 1 .
dictum  quinquies.  ,Claudi  Auguste,  tu  nos  a  Palmyrenis  uindica
dictum  quinquies.  ,Claudi  Auguste,  tu  nos  a  Zenobia  et  a  Uitruuia
libera‘.  dictum  septies.  ,Claudi  Auguste,  Tetricus  nihil  fecit 1 .  dictum
septies.  Nach  des  Salmasius  Vorgang  erklärt  man  nihil  fecit  mit
nihil  commisit  und  erblickt  darin  eine  leise  Mahnung  des  Senates,
den  Tetricus  auch  fernerhin  in  der  Regierung  seiner  Provinzen
zu  belassen.  Doch  hievon  kann  in  diesem  Zusammenhänge  nicht
entfernt  die  Rede  sein.  Der  Senat  musste  vielmehr  schon  der
Natur  der  Sache  nach  die  Wiedervereinigung  aller  getrennten
Glieder  des  Reiches  wünschen  und  konnte  ausserdem  den  Kaiser,
der  eben  den  Thron  bestiegen,  nicht  dadurch  vor  den  Kopf
stossen,  dass  er  ihm  einen  Nebenbuhler  geradezu  zu  erhalten
wünschte.  Ohne  Zweifel  muss  daher  der  Schluss  der  Adclamatio
ursprünglich  einen  ähnlichen  Sinn  gehabt  haben,  wie  die  vox-angehenden ­
  Zurufe.  Dies  hat  auch  Mommsen  eingesehen  und  demnach ­
  nihil  egit  vermuthet.  Ich  möchte  schi-eiben:  Claudi  Auguste,
Tetricus  nihil  faciet,  d.  h.  Tetricus  wird  Nichts  ausrichten,  dir
nicht  Stand  halten.
Claud.  12,  1:  Fuerunt  per  ea  tempora  et  apud  Cretam
Scythae  et  Cyprum  uastare  temptabant,  sed  ubique  morbo  atque
fame  exercitu  laborante  superati  sunt.  Das  in  den  Handschriften
            
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