Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

408

Pefcschenig.

sind.  Wird  nun  dignus  an  diesen  zwei  Stellen  mit  dem  Supinum
verbunden,  so  ist  nicht  einzusehen,  warum  anderswo  dieselbe
Form  anders  aufzufassen  sein  sollte,  warum  diese  Schriftsteller
in  einer  ganz  feststehenden  Phrase  einmal  das  Supinum,  ein
zweites  Mal  den  Ablativ  eines  problematischen  Substantivums,
ein  drittes  Mal  den  Genetiv,  ein  viertes  Mal  den  Dativ  dieses
Substantivums  gesetzt  haben  sollten.
Gord.  26,  5:  illic  frequentibus  proeliis  pugnauit  et  uicit
Sapore  Persarum  rege  summoto.  In  BP  steht  aesapore,  wonach
a  se  Sapore  zu  emendiren  ist.
Gord.  30,  8:  uerum  cum  secum  ipse  (Philippus)  cogitaret,
amorem  populi  R.  et  senatus  circa  Gordianum  et  totius  Africae
ac  Syriae  totiusque  orbis  Romani,  cum  et  nobilis  esset,  et  nepos
ac  filius  imperatorum  et  bellis  grauibus  totam  rem  p.  liberasset,
posse  fieri,  ut  flexa  quandocumque  militum  uoluntate  Gordiano
redderetur  imperium  repetenti,  cum  in  Gordianum  irae  militum
famis  causa  uehementes  essent,  clamantem  e  conspectu  duci  iussit
ac  dispoliari  et  occidi.  Diese  Stelle  leidet  an  mehreren  Gebrechen. ­
  Zunächst  fällt  die  kleine  Inconcinnität  auf,  dass  von
cogitaret  zuerst  amorem,  dann  posse  fieri  abhängt,  wo  man
posseque  oder  eine  andere  Wendung  erwartet.  Es  dürfte  daher
zu  schreiben  sein:  cogitaret,  amore  populi  posse  fieri.
—  flexa  ist  Peter’s  Conjectur  statt  des  in  BP  überlieferten
ficta,  wofür  Salmasius  reficta  schreiben  wollte.  Wenn  man
ficta  =  fida  setzt  und  den  Ausfall  von  in  nach  ut  annimmt
(infida),  so  ist  dem  Sinne  wie  der  Ueberlieferung  Genüge
geleistet,  quandocumque  ist  natürlich  mit  infida  zu  verbinden:
,es  könne  der  Fall  sein,  dass  bei  irgend  einmal  eintretender
Unzuverlässigkeit  der  Soldaten  Gordianus  wieder  zum  Throne
gelange*.  Endlich  ist  noch  Peter’s  Vermuthung  repetenti  als
verfehlt  zu  bezeichnen.  Denn  da  in  B l  ganz  deutlich  rerecenti
steht,  während  in  P  recenti,  aber  mit  einer  Rasur  vor  dem
Worte,  überliefert  ist,  so  kann  kein  Zweifel  obwalten,  dass
re  recenti  (—  statim)  zu  schreiben  ist.
Gord.  31,  1:  Imperauit  Gordianus  annis  sex.  Atque  dum
haec  agerentur,  Argunt  Scytharum  rex  finit,imorum  regna  uastabat.
Statt  atque  bieten  BP  asne;  ich  vermuthe  Asiae.  Wie  auf
die  Frage  wohin?  Ländernamen  im  blossen  Accusativ  stehen
(Plew  p.  37),  so  kommt  auf  die  Frage  wo?  auch  der  Genetiv
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.