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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

Beiträge  zur  Textkritik  der  Scriptores  liistoriae  Augustae.

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tune  egerant.  Der  häufige  (nimius  =  magnus)  Verkehr  mit
Sabina  erzeugte  unwillkürlich  einen  vertrauteren  Ton,  als
schicklich  war.  Die  Begriffe  ums  und  familiaritas  werden
überhaupt  gerne  verbunden.  Cic.  ad  fain.  XIII,  23,  52:  coniunctus
  magno  usu  familiaritatis.  Liu.  40,  21:  insinuaret  se  in
quam  maxime  familiärem  usum.
Hadr.  22,  5:  diligentia  iudicis  sumptus  conuiuii  constituit
et  ad  anticum  modum  redegit.  Es  ist  hier  von  der  Sorgfalt  die
Bede,  mit  welcher  der  Kaiser  die  Ausgaben  für  seine  Tafel
coutrolirte  und  die  Spartianus  auch  an  einer  anderen  Stelle
erwähnt;  17,  4:  ad  deprehendendas  obsonatorum  fraudes,  cum
plurimis  simmatibus  pasceret,  fercula  de  aliis  mensis  etiam  idtimis
quibusque  adponit.  Was  hat  nun  mit  der  Sorgfalt  eines  guten
Rechenmeisters  und  Hauswirthes  die  Gewissenhaftigkeit  eines
Richters  zu  schaffen?  Dass  iudicis  unpassend  sei,  scheint  auch
Mommsen  gefühlt  zu  haben,  da  er  summa  (aus  dem  vorhergehenden ­
  summissa)  diligentia  in  dies  vermuthete.  In  den
Handschriften  steht  iudices,  welches,  wenn  man  das  durch
Dittographie  aus  dem  folgenden  sumptus  entstandene  s  weglässt, ­
  recht  wol  uindice  gelesen  werden  kann.  Damit  wäre
die  Achtsamkeit  des  haushälterischen  Kaisers,  der,  um  die
Ehrlichkeit  seiner  Köche  zu  prüfen,  selbst  kleine  Mittelchen
nicht  verschmähte,  ganz  treffend  charakterisirt.  Bezüglich  des
adjectivischen  Gebrauches  von  uindex  verweise  ich  auf  Kühner,
Ausführ].  Gramm.  I.  Bd.,  S.  357,  wo  drei  Beispiele  aus  Dichtern
angeführt  sind.  Dass  diese  Verwendung  aber  auch  der  späten
Prosa  nicht  fremd  war,  ergibt  sich  aus  Optat.  Mileuit.  de
schism.  Donatist.  II,  19:  nam  iidem  canes  .  .  .  ipsos  dominos
suos  .  .  .  dente  uindice  .  .  .  laniauerunt.
Marc.  1,  2:  auus  Annitas  TJerus  iterum  consul.  Da  dies
mit  der  Angabe  des  Dio  (69,  21  ’Awi'cu  Biqpou,  Tpl?  {nuRsfaavrog
7.«:  TcoXiap^aavTO?)  nicht  stimmt,  vermuthete  Peter  ter.  Der
Ueberlieferung  näher  liegt  tertium,  welches  nach  dem  Sprachgebrauche
  der  Scriptores  in  dem  Sinne  von  ter  stehen  kann  ;
vgl.  Paucker  p.  89  ff.
Marc.  13,  4:  tune  autem  Antonini  leges  sepeliendi  sepidchrorumque
  asperrimas  sanxerunt,  quando  quidem  cauerunt  ne
quisquis  uellet  fabricaretur  sepulchrum.  BP:  ne  quis  uelle  abfabricaretur
  sepulchrum.  Zu  dieser  Stelle  bemerkt  Madvig,
            
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