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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

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Petsclienig.

Al.  Seuer.  15,  3:  iure  iurando  deinde  se  constrinxit,  ne
quem  adscriptum,  id  est  uacantiuum,  lidberet.  Es  ist  nicht
glaublich,  dass  Lampridius  den  in  der  Militärsprache  gewiss
sehr  geläufigen  oder  vielmehr  (wie  adscripticius,  adscnptiuus)
officiellen  Ausdruck  adscriptus  durch  einen  mindestens  nicht
geläufigeren  erklärt  haben  sollte.  Die  Worte  id  est  uacantiuum
sind  ohne  Zweifel  intcrpolirt  und  zu  streichen.  Vgl.  Trig.  18,  11,
wo  mit  J.  J.  Cornelissen  1  zu  schreiben  ist:  Est  et  alia  eins
epistola  qua  gratias  Ballistae  ait,  in  qua  docet,  sibi  praecepta
gubernandae  rei  p.  ab  eodem  data,  gaudens,  quod  eius  consilio
nullum  adscripticium  [id  est  uacantem]  lidberet  [et]  tribunum,
nullum  stipatorem  qui  non  aere  aliquid  ageret,  nullum  militem
qui  non  ueve  pvgnaret.-Zum
  Schlüsse  lasse  ich  eine  Reihe  von  Emendationen
und  Vermuthungen  folgen,  welche  aus  verschiedenen  Gründen
nicht  in  den  Rahmen  einer  systematischen  Behandlung  eingefügt ­
  werden  konnten.
Hadr.  11,1:  reditus  sollerter  explorans,  ut,  si  alicubi  quippiam
  deesset,  expleret.  —  si  fehlt  in  B [  P 1  und  ist  erst  von
dritter  Hand  beigefügt.  Vielleicht  stand  ursprünglich  ut
ilico,  ubi.
Hadr.  11,  3:  Septicio  ...  et  Suetonio  .  .  .  multisque  aliis,
quod  apud  Sabinam  uxorem  iniussu  eins  familiarius  se  tune
egerant  quam  reuerentia  domus  aulicae  postulabat,  successores
dedit,  uxorem  etiam  ut  morosam  et  asperam  dimissurus.  Mit
Recht  bemerkt  Peter  zu  iniussu:  ,mihi  suspectum 1 .  Denn  es  ist
entschieden  widersinnig,  zu  sagen,  man  habe  gegen  die  Kaiserin
,ohne  einen  Befehl'  des  Kaisers  einen  zu  vertraulichen  Ton  angeschlagen, ­
  da  der  Kaiser  ja  einen  solchen  die  kaiserliche
Würde  herabsetzenden  Befehl  überhaupt  nicht  hätte  geben
können.  Zudem  steht  auch  nicht  iniussu  in  BP,  sondern  uniussu:
  Ich  glaube  nicht  zu  irren,  wenn  ich  annehme,  dass
darin  die  Worte  nimio  usu  stecken.  So  erhalten  wir  einen
vortrefflichen  Erklärungsgrund  zu  den  Worten  familiarius  se

1  Coniectanea  latina,  Daventriae  1870,  p.  65.
2  Die  Bezeichnungen  uacans  und  uacantiuus  scheinen  einer  späteren  Zeit
anzugehören;  sie  finden  sich  erst  bei  Aminianus,  Vegetius  und  Synesius
(ßa-/.av~Tßoi);  vgl.  Marquardt,  Rom.  Staatsverw.  II.  Bd.j  S.  447.
            
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