Potsclienig. Beiträge zur Textkritik der Scriptores historiae Augustae.
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Beiträge zur Textkritik der Scriptores historiae
Augustae.
Von
Dr. Michael Petsehenig,
Professor am k. k. zweiton Staatsgymnasium in Graz.
Jordan-Eyssenhardt und Peter das handschriftliche
Material zu den Scriptores historiae Augustae gesammelt
und in ihren Ausgaben niedergelegt, sowie durch zahlreiche
Emendationen den Text berichtigt haben, wurde diesen sprachlich
wie geschichtlich gleich wichtigen Schriftdenkmälern des
Alterthums ein reges Interesse zugewendet, von welchem die
stattliche Reihe der bisher vorliegenden Einzelschritten auf dem
Gebiete der Geschichts- und Quellenforschung, der höheren
und niederen Kritik, der Lexikographie und Grammatik Zeugniss
ablegt. So sind nur für die Wortkritik allein, mit welcher
sich auch die folgenden Blätter beschäftigen sollen, die Arbeiten
von Oberdick (Zeitsch. f. d. öst. Gymn. 1865, 1868, 1873),
Vielhaber (ebend. 1867), Bährens (Jahrb. f. dass. Philol. 1871),
Kellerbauer (ebend. 1878), Madvig (Advers. critic. II, p. 630—
651), ferner die Programmarbeiten von Gemoll (Wohlau 1876)
und Goliscb (Schweidnitz 1870 und 1877) zu erwähnen, nicht
zu gedenken der kleineren in Zeitschriften zerstreuten Beiträge.
So erheblich nun auch die Förderung sein mag, welche der
Text durch diese vielseitige kritische Behandlung erfahren hat,
so gilt doch noch heute der Satz, welchen Kellerbauer an die
Spitze seines oben erwähnten Aufsatzes gestellt hat: ,Wer sich
auch nur oberflächlich mit den sogenannten scriptores historiae
Augustae beschäftigt hat, wird zugeben müssen, dass auch
nach Eyssenhardt, Jordan, Mommsen, Peter, Bährens für die
Kritik noch manches zu thun übrig bleibt.' Der Grund hievon
liegt vor Allem in der Beschaffenheit des handschriftlichen