TTeber die weiclien ci-, o- und «-Silben im Altböhmischen.
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dem von Schmidt, Beiträge 6. 137, angenommenen «-ähnlichen
ju, welches in Entlehnungen das griechische u vertritt, *6ptoq
— kjuri, und dem von Miklosich, Altsloven. lautlehre 3 167,
in Fällen wie 1/ubo — libo als Mittelglied zwischen asl. ju
und i angesetzten j^. Aehnliches findet sich auch für den
Uebergang a-e, dusa — duse; das z. B. in Teslaene (Erben,
Regesta, in einer Urkunde vom Jahre 1228), Mesea (eb., Urk.
1184) u. a. geschriebene ae (oder e) und ea darf wohl als die
beiläufige Darstellung eines zwischen a und e liegenden Uebergangslautes
betrachtet werden. Ein ähnlicher Uebergangslaut
hat, nehmen wir an, die Assimilation ju-i vermittelt, und da
es zweckmässig erscheint, ihn in der Schrift durch einen einfachen
Buchstaben andeuten zu können, so wählen wir hiezu
das Zeichen y. Nach dieser Auffassung würde wodywcz Pass.
343 statt vodfö u. ä. nicht auf hören ein Schreibfehler zu sein,
aber das Fehlerhafte an ihm wäre bedeutend gemildert. Eine
solche Milderung stimmt aber ganz gut zu dem ganzen Charakter
des Pass., das unbedingt zu den musterhaftesten Denkmälern
der böhmischen Sprache zu zählen ist und dennoch
diesen Fehler so häufig bietet, und seine also gemilderten
Fehler sind wiederum ein Zeugniss für den einstigen Bestand
des angenommenen Mittellautes y. Als weitere Zeugnisse
könnten die Reime lyttda : vida LAI. 422, prziezaduczy« : vsemoliüc«
Hrad. 47 a und folgende Imperative des i^Wittb. angeführt
werden: nezatraczyu duse me 25 statt nezatracjfw/,
nezatraczyu mne 27, neotwraczyu obliööje tvelio ote mne 101,
ni sö ukroczyu neque compescaris 82, obkluczyumy obliöej
jeho 94 statt obkluö/iy’my und nenaweselyute s§ 34. Bei hartstämmigen
Verben dieser Classe ist mir eine solche Imperativform
nicht vorgekommen, etwa radu statt radty, rad««te statt
radiyte; dagegen werden die altböhmischen Imperative I. 7
pij, pijte . . . gewöhnlich nur so geschrieben, als ob sie pi,
pite . . . lauteten; es ist demnach anzunehmen, dass dem
Schreiber des 2iWittb. der Imperativ der weichstämmigen
Verba der VI. Classe nicht mit einem solchen -uj lautete, wie
es im harten raduj, radwyte gehört wird, sondern mit einer
Silbe, die wir mit -yj bezeichnen und die eine solche Zusammenziehung
zuliess und an die Pland bot, wie wenn pij in p*
zusammengezogen wird; es wäre aber nicht richtig, wenn man