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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

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Gebauer.

teil,  ktefiz  praczugy  eb.,  d.  i.  pracuji  u.  ä.;  diese  sind  dadurch
entstanden,  dass  der  Schreiber  bemüht  war,  in  der  böhmischen
Schriftsprache  zu  schreiben,  wie  dies  auch  seine  Correcturen
verrathen:  daty  618,  d.  i.  däti  corrigiert  aus  daczy,  bogicz  619
corrigiert  aus  bogucz.  Dasselbe  ist  auch  in  anderen  Denkmälern ­
  der  Fall.  Dieses  i  statt  u  ist  aber  keine  Ausnahme
von  der  hier  betrachteten  Regelmässigkeit;  ihr  würde  nur  das
widersprechen,  wenn  eine  Handschrift,  die  sich  durch  andere
Zeichen  für  mährisch  -  dialektisch  ausgibt,  weiche  «-Silben
regelmässig  jotieren  würde,  und  dieses  findet  sich  in  keiner
der  hier  benutzten  dialektischen  Quellen.  —  Dagegen  finden
sich  jotierte  «-Silben  als  Regel  in  solchen  Texten,  die  keine
Spuren  dialektischen  Ursprunges  tragen  und  die  wir  also  für
böhmisch  (im  engeren  Sinne)  halten  können.  Sie  bilden  unter
den  alten  Handschriften  die  bei  weitem  grössere  Mehrzahl,
was  man  als  natürlich  erkennen  wird,  indem  das  geistige  Leben
und  schriftstellerische  Wirken  seit  jeher  in  Böhmen  reger  war,
als  sonst  auf  dem  böhmischen  Sprachgebiete,  und  weil  auch
ausserböhmische  Schreiber  es  sich  angelegen  sein  Hessen,  sich
der  Formen  der  Schriftsprache  zu  bedienen.
2.  Es  gibt  aber  auch  im  Bereiche  des  eigentlichen  böhmischen ­
  i-Dialekts  Fälle,  wo  die  Assimilation  unterblieben  ist,
und  der  oben  ausgesprochene  Satz  soll  sich  auch  hier  bewahrheiten: ­
  es  soll  sich  zeigen,  dass  in  den  Fällen,  wo  der  neuböhmische ­
  i'-Dialekt  unassimilierte  Formen  hat  oder  assimilierte
neben  nicht  assimilierten  gebraucht,  auch  die  altböhmische
Sprache  nach  dem  Zeugnisse  der  Handschriften  ausnahmsweise
unjotierte  neben  regelmässig  jotierten  «-Silben  gehabt  oder
zwischen  beiden  geschwankt  habe.  Das  zeigt  sich  auch  in
der  That.  Es  gehöx’t  hieher  namentlich  —  abgesehen  von
einigen  einzelnen  Beispielen,  wie  nböhm.  vs«dy  aböhm.  vswdy,
wssudy  Modi.  13 b  .  .  .  •—  das  n  der  weichstämmigen  Verba
der  VI.  Classe,  povyswje  .  .  .,  und  die  Endung  der  1.  Person
sing,  und  3.  plur.,  pis«,  piso«  ...
a)  In  der  Suffixsilbe  der  VI.  Classe  povyswje  .  .  .  hat
das  Neuböhmische  nie  Assimilation,  weder  im  Dialekt,  noch  in
der  Schriftsprache.  Hiemit  stimmt  auch  das  Altböhmische  insofern ­
  überein,  als  es  nach  dem  Zeugnisse  der  Handschriften
theils  zwischen  jotierten  und  nicht  jotierten  (povys/wje  und
            
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