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Gebauer.
libL amo, pl/wj'i — pl?ji> spuo; s. Miklosich, Gramm. I 25 und
266, Asl. lautl. 3 167. Der Unterschied zwischen der Assimilation
im Böhmischen und der ähnlichen Lautverwandlung
im Altslovenischen und Bulgarischen ist nur quantitativ, was
dort als Regel gilt, ist hier auf wenige Fälle beschränkt;
qualitativ ist es offenbar dieselbe Veränderung, böhm. ljubo—
Kbo = asl. \jnbo — h'bo = bulg. \jubh — l*bi>. Ist diese
Gleichstellung richtig, so folgt daraus für unseren Zweck, dass
auch das böhmische assimilierte i eine jotierte «-Silbe voraussetzt,
dass z. B. dust aus du s/w. entstanden ist, und dass daher
die in dussyu ZWittb. 34, dussiu Ap S. 333 u. s. w. geschriebene
Jotation lautlichen Werth hat.
-/.) Das assimilierte i setzt also ju voraus und die Assimilation
ist die Wirkung des j-Lautes; s. Miklosich, Altslov.
lautl. 3 167, und Schmidt, Beiträge 6. 133 ff. und 137. Dies
schliesst auch den Satz in sich, dass die Assimilation nur in
jotierten Silben habe zu Stande kommen können, nicht auch
in unjotierten, und dass in nicht assimilierten Silben das Ausbleiben
der Assimilation durch den Abgang des ^‘-Lautes wird
erklärt werden können: dus/t« ging durch die Wirkung des j
in dus« über, dusij aber blieb unverändert, weil das die Veränderung
bewirkende j fehlte. In der heutigen Sprache finden
wir assimilierte und nicht assimilierte Silben neben einander,
pisi neben pisw., dusf neben povyswje . . ., und es kann zur
Bewahrheitung des obigen Satzes gefordert werden, dass man
nachweise, dass die Thatsachen der heutigen Sprache dem
Postulate des Satzes entsprechen, dass die heutigen nicht assimilierten
weichen it-Silben mit den alten nicht jotierten, dagegen
die heutigen assimilierten 7-Silben mit den ehemaligen
jotirten «-Silben wirklich zusammen gehören, dass z. B. das
heutige nicht assimilierte dus« Nachfolger des alten nicht
jotierten dus«, dagegen das heutige assimilierte dusf Nachfolger
des ehemaligen jotierten dus/« ist. Eine solche Zusammengehörigkeit
lässt sich auch wirklich nachweisen oder wenigstens
sehr wahrscheinlich machen, wenngleich nicht für jedes einzelne
Beispiel, so doch im Allgemeinen und für gewisse sehr
wichtige Fälle. Folgende Auseinandersetzung soll die Sache
deutlicher zeigen.