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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

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Gebauer.

libL  amo,  pl/wj'i  —  pl?ji>  spuo;  s.  Miklosich,  Gramm.  I  25  und
266,  Asl.  lautl. 3  167.  Der  Unterschied  zwischen  der  Assimilation ­
  im  Böhmischen  und  der  ähnlichen  Lautverwandlung
im  Altslovenischen  und  Bulgarischen  ist  nur  quantitativ,  was
dort  als  Regel  gilt,  ist  hier  auf  wenige  Fälle  beschränkt;
qualitativ  ist  es  offenbar  dieselbe  Veränderung,  böhm.  ljubo—
Kbo  =  asl.  \jnbo  —  h'bo  =  bulg.  \jubh  —  l*bi>.  Ist  diese
Gleichstellung  richtig,  so  folgt  daraus  für  unseren  Zweck,  dass
auch  das  böhmische  assimilierte  i  eine  jotierte  «-Silbe  voraussetzt,
  dass  z.  B.  dust  aus  du  s/w.  entstanden  ist,  und  dass  daher
die  in  dussyu  ZWittb.  34,  dussiu  Ap  S.  333  u.  s.  w.  geschriebene ­
  Jotation  lautlichen  Werth  hat.
-/.)  Das  assimilierte  i  setzt  also  ju  voraus  und  die  Assimilation ­
  ist  die  Wirkung  des  j-Lautes;  s.  Miklosich,  Altslov.
lautl. 3  167,  und  Schmidt,  Beiträge  6.  133  ff.  und  137.  Dies
schliesst  auch  den  Satz  in  sich,  dass  die  Assimilation  nur  in
jotierten  Silben  habe  zu  Stande  kommen  können,  nicht  auch
in  unjotierten,  und  dass  in  nicht  assimilierten  Silben  das  Ausbleiben ­
  der  Assimilation  durch  den  Abgang  des  ^‘-Lautes  wird
erklärt  werden  können:  dus/t«  ging  durch  die  Wirkung  des  j
in  dus«  über,  dusij  aber  blieb  unverändert,  weil  das  die  Veränderung ­
  bewirkende  j  fehlte.  In  der  heutigen  Sprache  finden
wir  assimilierte  und  nicht  assimilierte  Silben  neben  einander,
pisi  neben  pisw.,  dusf  neben  povyswje  .  .  .,  und  es  kann  zur
Bewahrheitung  des  obigen  Satzes  gefordert  werden,  dass  man
nachweise,  dass  die  Thatsachen  der  heutigen  Sprache  dem
Postulate  des  Satzes  entsprechen,  dass  die  heutigen  nicht  assimilierten ­
  weichen  it-Silben  mit  den  alten  nicht  jotierten,  dagegen ­
  die  heutigen  assimilierten  7-Silben  mit  den  ehemaligen
jotirten  «-Silben  wirklich  zusammen  gehören,  dass  z.  B.  das
heutige  nicht  assimilierte  dus«  Nachfolger  des  alten  nicht
jotierten  dus«,  dagegen  das  heutige  assimilierte  dusf  Nachfolger
des  ehemaligen  jotierten  dus/«  ist.  Eine  solche  Zusammengehörigkeit ­
  lässt  sich  auch  wirklich  nachweisen  oder  wenigstens
sehr  wahrscheinlich  machen,  wenngleich  nicht  für  jedes  einzelne ­
  Beispiel,  so  doch  im  Allgemeinen  und  für  gewisse  sehr
wichtige  Fälle.  Folgende  Auseinandersetzung  soll  die  Sache
deutlicher  zeigen.
            
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