Ueber die weichen a-, o- und w-Silben ira Altböhmischen.
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292), als Parasit aufkommen und sicli festsetzen können. In
manchen Fällen hat falsche Analogie mitgeholfen. So konnte
z. B. trasiwci, öini zemju trzassiuciu ZKlem. 84 a (falls es nicht
ein Schreibfehler ist), als Nachahmung des Participium no.sutci
oder nosiwci, obet lilassonossiuciu eb. 17 b , entstanden sein; so hat
man für asl. pograzeni, nböhm. pohrowzen, daneben aber auch
pohrszen und abühm. pohmtzen, pohrziussen sein u bahne
ZKlem. 50 b , letzteres gebildet unter dem unberechtigten Einflüsse
des intransitiven polmezen asl. pogrezent Infin. pogreznati
demergi; und so könnte auch ti.si'c aböhm. tiswtc neben
tiswc asl. tysasta erklärt werden, wenn sich die vermittelnde,
dem asl. tysesta und russ. tysjaca entsprechende altböhm.
Form *tisiec nachweisen liesse. Für parasitischen Ursprung
des y-Lautes in den hier gemeinten Silben kann auch der
Umstand angeführt werden, dass in den Handschriften jotierte
und unjotierte weiche «-Silben neben einander Vorkommen,
z. B. Accus, sing, dussyu ZWittb. 34 und dussu eb. 88,
pusczyu 94 und pusczu 138, tuto stolyczyu Mast. l a und hnylyczu
6 b , smuczyugess me 41 und zamuczuges 64, smyliuy se
ZKlem. 107 a und smyluy se 140 u. s. w. Diese Ungleichheiten
können zum Theil von inconsequenten Schreibern verschuldet
sein, die gehörtes dus)« einmal richtig dussyu, ein anderes
Mal aber unrichtig dussu geschrieben haben; in der Mehrzahl
der Fälle darf aber angenommen werden, dass den Ungleichheiten
der Schrift Schwankungen der Sprache zu Grunde
liegen, und diese letzteren wird man selbstverständlich finden,
wenn man annimmt, dass die Jotation parasitisch ist; der
Parasit tritt Anfangs nur in einzelnen Fällen auf, verbreitet
sich dann mit der Zeit und allmählich, und diese Phase seiner
allmählichen Verbreitung ist für die Sprache eine Phase von
Schwankungen.
t) Der Vocal der weichen «-Silben geht im Böhmischen
durch Assimilation in i, i über; z. B. Acc. sing, dust für
älteres dus)« und dus«, Instr, dus* für älteres dust« und dus«.
Ein ähnlicher Lautwandel ist auch im Altslovenischen und
Bulgarischen zu finden, indem inlautendes ju in i übergeht,
z. B. asl. pljunati — pltnati spuere, klyuvati — klivati rostro
tundere, -ly'wbo — -Kbo -libet, *rja- — nkati rugire, u- —
zijqstiimi mandentibus, bulg. kl/wö — kh'ö clavis, l/«bb —