Ueber die weichen a-, o- und «-Silben ira Altbdhraischen.
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Bibliothek in Prag-), dussit mü Acc. sing-. Z Wittb. 68 und
dussyu mü eb. 48, na skoncieraw Z Gloss. 255 und skonczyenyu
takemu DalC. 18 u. s. w., — und auch hier fragt es
sich: was bedeuten diese ungleich geschriebenen Silben für die
Grammatik, wie lauteten sie in der altböhmischen Aussprache,
kfesfanka, ohüovy, dus«, skonceim, oder kfest/anka, oh?y'ovy,
duSju, skoncöntM? oder vielleicht hart kfestonka, ohuovy,
skoncenrt?
Dass das Letzte nicht der Fall war, beweist die ungleiche
Schreibung der Handschriften selbst. In einer harten Silbe,
z. B. ta- liegt kein Anlass zu der in krzesfonka und krziesit/anka
befolgten ungleichen Schreibweise, und ebenso nicht
im' harten to-, tu- u. dgl.; ein solcher Anlass konnte nur von
weich gesprochenen Silben ausgehen. Obendrein bietet das
Fragment Dal II. für die weiche Aussprache ein positives
Pl'Ol’. = Proroci, d. i. die Propheten Isaias, Jeremias und Daniel,
Codex der Prager Universitäts-Bibliothek (17. D. 33).
liost!. — Rostlinäf, altböhmische botanische Namen, abgedruckt
von AI. Müller im Öas. Öesk. Mus. 1877, 391—39.3.
Sequ. = Sequentionorius Magistri Conradi, in Hanka’s Zbirka u. s. w.
356—366.
SV I). = svaty Duch, Fragment einer Legende, in der Museums-Bibliotliek.
Stit. = Thomas von Stitne; reci = dessen reci nedelni a svatecni,
Homilien, Codex der Prager Universitäts-Bibliothek (17. C. 15);
Uc. = desselben uceni, eb. (17. A. 6).
I muc. = Umucem’, Fragment einer Leidensgeschichte, in Dobrovsky’s
Geschichte der böhm. Sprache u. Lit. (1818), 113—116.
Z. = zaltäf, der Psalter, und zwar: Z l!rn. = das s. g. Brünner
Fragment in der Pr. Museums-Bibl.; Z Gloss. = Zaltär glossovany, eb.,
abgedr. in Hanka’s Zbirka u. s. w. 235—258; ZKlcm. = Zaltaf Klementinsky
in der Pr. Univ.-Bibl. (17. A. 12); Z Wittb. = Codex der theologischen
Seminar-Bibliothek in Wittenberg.
Ist einem Citate keine Abkürzung beigefügt, so ist dieselbe Quelle
zu verstehen, aus welcher das unmittelbar vorhergehende Beispiel genommen
ist. Die Zahl bedeutet bei Dal. das Capitel, bei Z Wittl). den
Psalm, bei Jid. den Vers, sonst aber die Seite der Handschrift oder dos
Druckes; die eingeklammerte Zahl gibt an, wie vielmal sich ein Beispiel
an der bezeichneten Stelle findet. Die Belege dos Z Wittb. sind aus
einer in Safarik’s Nachlass befindlichen Copie Stür’s, diedesAlxH., AlxV.
und Hrad. aus Copien des Herrn Museums-Custos Ad. Patera, die übrigen
aus deu Originalien oder aus gedruckten Ausgaben derselben genommen.