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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

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Stein.

die  jetzt  leicht  verständlich  sein  wird.  Von  dem  Besitz  der  Kirche,
den  kpa  oder  -e\j.s'iT h  wissen  wir  nichts;  dagegen  ist  es  gewiss,
dass  diese  Lakedämonier  einen  ©opo;  oint  oklfos  an  den  ßaciXsü?
zu  entrichten  hatten  (Plat.  Ale.  I  113  a).  Natürlich  ergab  sich
daraus  ein  Abhängigkeitsverhältniss  der  Ureinwohner  gegenüber
dem  Königthum,  in  welchem  die  letzteren  den  König  als  ihren
eigentlichen  patronus  in  ihren  Streitigkeiten  mit  ihren  anderen
Grundherren  ansahen,  die  natürlich,  auf  Eroberung  und  Gewalt
beruhend,  oft  genug  die  einfache  und  rohe  Unterdrückung  der
Besiegten  enthielten  wie  in  unserem  Mittelalter.  Natürlich  war
es  deshalb  ferne,  dass  die  Ersteren,  diese  Grundlage  ihrer
Macht  sehr  wohl  verstehend,  ,xoc  xoWk  ec  yjxptv  xou  ofjgoj'  (Paus.
IV,  3,  7)  thaten;  aber  ebenso  natürlich  war  sofort  der  Hass
der  Grundbesitzer  gegen  das  Königthum  selbst,  der  sich  nun
noch  mehr  ausbildete  als  die  Spartaner  die  messenischen  Kriege
begannen.  Wenn  wir  die  ältesten  Grundbesitzverhältnisse  von
Messenien  kennten,  würden  wir  auch  die  Natur  der  messenischen
Kriege  kennen;  aber  die  ganze  Lehre  von  der  Geschlechterordnung ­
  wäre  im  Widerspruch  mit  sich  selbst,  wenn  wir  uns
nicht  Messenien  in  lauter  Grundherrlichkeiten  eingetlieilt  denken
müssten,  so  dass  die  Eroberung  des  Landes  in  der  That  nur
die  Tributpflichtigkeit  dieser  Herren  an  die  neuen  Eroberer  zu
Folge  hatte.  Die  Messenier  dachten  sich  dabei,  dass  der  neue
dorische  König,  Kresphontes,  in  ihre  Verhältnisse  weiter  nicht
eingreifen  werde,  und  scheinen  im  Anfänge  gar  nicht  an  ernsthaften ­
  Widerstand  gedacht  zu  haben  (iüz.  'iyevezo  uxb  xwv  Awpiewv
o  o-^p.o;  avatjxaxo;  Paus.  a.  a.  0.),  erst  als  Kresphontes  und  seine
Söhne  die  Gewalt  dieser  Grundherren  beschränkten  —  der
xa  -/prjp.axa  gj^ovxs?,  wie  Pausanias  sagt,  dem  schon  zwischen  -/pvjp.a
und  v.xyjc.c  der  Unterschied  verschwunden  ist  —  standen  sie  auf
und  erschlugen  nach  der  alten  Regel  den  fremden  König,  wie
sie  den  eigenen  erschlagen  hätten.  Das  alte  Messenien  ist  das
Albanien  der  Gegenwart,  und  zwischen  Kresphontes  und  Ali
Pascha  in  Prizrend  ist  fast  nur  der  Unterschied  der  Zeit  und
des  Namens  vorhanden.  Ganz  ähnlich  war  es  in  Lakonika,  wo
die  Könige  durch  ihre  Comites  (bei  dem  ei?  oe  xa;  rlkXaq  (xoXsi;)
xsp/liat  ßastXsotq  des  Strabo  VIII,  5,  4  wird  wohl  niemand  an
Könige,  sondern  an  Comites  missi,  die  Ballifs  der  französischen ­
  Capetinger  denken),  die  Unterkönige,  in  ähnlicher  Weise
            
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