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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

Die  Entwicklung  der  Staatswissenscliaft  bei  den  Griechen.

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dass  wir  ihn  unter  die  entscheidenden  historischen  Thatsachen
aufnehmen  müssen.
Jede  Gewalt  hat  den  Drang,  sich  durch  das  zu  entfalten
und  zu  entwickeln,  wodurch  sie  selber  entstanden  ist.  Die
neue  herrschende  Aristokratie,  aus  dem  Grundbesitz  hervorgegangen, ­
  versucht  sofort  den  Rest  des  freien  Besitzes  unmittelbar
oder  mittelbar  sich  zu  erwerben;  aus  den  Reichern  müssen  noch
reichere,  ja  die  allein  Reichen  werden.  Jetzt  beginnen  die  Bedrückungen ­
  des  Mittelstandes  zu  denen  der  Halbfreien  hinzuzutreten. ­
  Allein  es  ist  keine  friedliche  Zeit  in  der  das  geschieht.
Fehde  und  Krieg  toben  rings  herum.  Mit  ihnen  tritt  die  Verpflichtung ­
  heran,  Waffenrüstung  und  Unterhalt  zu  schaffen.
Die  waren  von  jeher  auf  den  Grundbesitz  angewiesen.  Den
Stamm  des  Heeres  aber  bildeten  doch  die  Freien.  Diese  Freien
selbst  aber  waren  ärmer  geworden;  dennoch  forderte  die  herrschende ­
  Aristokratie  die  Waffenleistung,  als  ob  sich  die  Verhältnisse ­
  nicht  geändert  hätten.  Jetzt  griff  die  neue  Ordnung
der  Dingo  aus  der  allgemeinen  Verfassung  heraus  in  die  bisher
selbständige  Einzelwirthschaft  hinein  und  bedrohte  auch  den
v.akcq  •/.ayaOoc.  Der  aber  beginnt  den  Forderungen  der  Herrschenden ­
  zu  widerstehen;  um  ihn  sammeln  sich  die  Halbfreien,
die  man  schon  damals  aus  den  Magazinen  der  Grundherren
für  jeden  Feldzug  mit  Waffen  versehen  musste,  welche  man
ihnen  freilich  nachher  wieder  abnahm,  da  sie  kein  Waffenrecht
besasseu.  Es  kommt  zum  Streit;  die  Lage  der  Classeninteressen
macht  die  in.  den  Verhältnissen  liegenden  Bedürfnisse  derselben
zu  Forderungen,  Forderungen  deren  letzter  Hintergrund  allerdings ­
  der  Gedanke  der  alten  Gleichberechtigung  gegenüber  der
Ungleichheit  des  Besitzes  war;  jetzt  entstehen  öffentliche  Parteiungen, ­
  jede  Gesammtfrage  wird  in  das  Gebiet  der  Sonderinteressen ­
  gezogen,  Jeder  beginnt  gegen  den  Andern  zu  stehen;
die  Auflösung  der  alten  Ordnung  fängt  an,  in  jedem  Lande,
in  jeder  köK'.q  ihr  Haupt  zu  erheben.  In  dieser  Spaltung  .  der
Kräfte  wird  aber  die  Gemeinschaft  selber  schwach;  Unmuth  bemächtigt ­
  sich  der  Gemüther  und  eine  Zeit  beginnt,  in  welcher
die  Geschichtschreibung  uns  verlässt,  weil  es  keine  Geschichte
elementarer  Processe  gibt,  weder  im  Leben  der  Gesellschaft  noch
in  dem  des  Staats.  Dann  aber  bricht  sich  durch  die  Gestaltlosigkeit ­
  der  Zustände  und  Bewegung  jene  wunderbare  höhere
            
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