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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

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Stein.

als  jetzt  die  Stütze  seiner  Macht  bei  den  Kleinen  zu  suchen?
Der  Instiuct  sagt  ihm,  was  er  wünschen  muss;  aber  erst  die
Verhältnisse  zeigen  ihm  den  Weg,  den  er  zu  gehen  hat.  Allgemeine ­
  Hinneigung  zum  Xacc,  der  jetzt  nicht  mehr  der  o-^rot;,
die  Angehörigen  der  Gemeinde,  sondern  die  Kleineren  neben
den  Grösseren  zu  bedeuten  beginnt,  gibt  ihm  die  Neigung  des
,Volkes'  als  Gegengabe;  aber  die  wirkliche  Kraft  muss  er  doch
erst  in  der  Versammlung  des  Volkes  concentriren  und  messen.
Um  das  zu  können,  muss  er  das  noch  unbestimmte  Gesammtgefiihl
  des  Volkes,  dass  es  als  Ganzes  nur  noch  scheinbar  die
alte  Herrschaft  besitze,  zum  rechtlichen  Ausdruck  bringen;  um
das  wieder  zu  können,  muss  er  den  Punkt  angreifen,  auf
welchem  der  Besitzer  tödtlich  verletzt  wird,  den  Besitz  selber.
Er  muss  daran  denken,  wie  er  wenigstens  die  gefährdete  Mittelclasse
  der  xaXct  zayaOol  mit  sich  verbünde,  indem  er  die  Verwaltung ­
  des  7.0'vcv  den  ä'pisTO!  abnimmt,  und  sie  der  Gemeinschaft ­
  des  wiedergibt.  Und  jetzt  kommt  die  Aristokratie
zum  Bewusstsein  der  Gefahr,  welche  im  Königthum  als  solchem
liegt;  denn  das  was  wir  gesagt  wird  nicht  mehr  ein  König  thun,
sondern  sie  thun  es  alle.  Zum  crstonmale  entsteht  jetzt  den
Aristois  aus  jenem  Bewusstsein  der  Gefahr  das  Bewusstsein,
dass  sic  eine  selbständige  Classe  sind,  deren  Herrschaft  doch
zuletzt  auf  ihrem  Besitze  beruht;  und  aus  dieser  Erkenntniss,
dem  ersten  Classenbcwusstsein,  bildet  sich  sofort  das  erste
Classeninteresse,  das  Streben,  den  Besitz,  ihre  Grundlage,  gegenüber ­
  denen  zu  erhalten,  deren  Classeninteresse  es  umgekehrt  ist,
ihnen  denselben  zu  nehmen.  Der  König  aber,  der  das  letztere
geplant,  wird  zur  Personification  desselben;  nur  durch  ihn,  durch
das  Haupt  des  Ganzen,  hat  die  untergeordnete  Classe  ein  Organ
und  einen  Mittelpunkt;  an  ihn  schliesst  sich  ehrend  und  gehorsam ­
  Alles  an,  was  nicht  mehr  unter  der  Herrschaft  der
a'p’Gis!  stehen  will;  und  ist  es  in  der  That  nicht  gerecht,  dass
statt  der  Ungleichheit  die  alte  Gleichheit  wieder  herrsche?
Vertritt  jener  König  nicht  mehr  als  ein  Interesse?  Ist  er
nicht  in  Wahrheit  der  Träger  eines  Princips,  des  alten,  eigentlichen ­
  wahren  Princips  des  griechischen  Soll  er  nicht
unverletzlich  sein  wie  dies  Princip  selber?  Soll  man  nicht
ihm  gehorchen  statt  dem  Beschlüsse  der  Agora,  den  doch  nur
die  Grossen  machen?  Und  muss  denn  dieser  Beschluss  gerade
            
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