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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

Die  Entwicklung  der  Staatswissenscliaft  bei  den  Griechen.

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ist  auf  der  einen  Seite  der  Tod  aus  dem  der  Erbfall  hervorgeht, ­
  und  auf  der  andern  das  Bedürfniss,  das  den  Vertrag
erzeugt.  Beide  beginnen  allerdings  erst  da  ihre  nie  ruhende
Arbeit,  wo  das  Gemeingut  ein  Eigen  wird;  aber  diese  Arbeit
ist  der  mächtigste  Process  den  die  innere  Geschichte  der  Welt
kennt,  eben  weil  es  jeden  einzelnen  Bestandteil,  jedes  einzelne ­
  Allod  ergreift  und  umgestaltet.  Wir  dürfen  ihn  hier  nicht
verfolgen;  aber  das  bedarf  wohl  auch  keines  Beweises,  dass
er  schon  innerhalb  des  kurzen  Zeitraumes  von  wenigen  Geschlechtern ­
  eine  neue  Verteilung  aller  wirtschaftlichen  Güter
erzeugen  musste.  Er  ist  es  der  unerbittlich,  ja  fast  mechanisch
die  ursprüngliche  iaivr,c  zerbricht,  und  eine  ganz  neue  Ordnung
des  Besitzes  an  ihre  Stelle  setzt.
Dennoch  ist  sie  so  bekannt  und  gewöhnlich,  dass  es
genügen  darf  ihre  Elemente  zu  bezeichnen.
Da  nämlich,  wo  der  Kleruch  ein  zweites  Allod  durch  Erbschaft ­
  oder  Heirat  gewinnt  oder  ein  drittes  oder  viertes,  kann
er  es  nicht  selbst  mehr  bebauen.  Da  aber,  wo  der  Bauer  einen
zweiten  oder  drittel!  Sohn  hat,  kann  er  dem  letzteren  keine
Hufe  mehr  hinterlassen.  So  entsteht  was  ursprünglich  nicht
da  war,  der  grössere  Grundbesitz  neben  dem  kleineren,  und
aus  dem  letzteren  die  Anzahl  besitz-  und  beschäftigungsloser,
aber  frei  geborner  Bauernsöhne.  Und  sofort  vollzieht  sich  der
erste  Process,  der  aus  der  Gleichheit  die  Ungleichheit  macht.
Es  ist  nicht  nöthig  ihn  zu  verfolgen.  Der  grössere  Besitzer
gibt  dem  Besitzlosen  den  Theil  seines  Grundes,  den  er  nicht
mehr  bewältigen  kann;  aber  er  behält  das  Eigenthum,  und  der
Arbeiter  zinst  ihm.  Vielleicht  im  Anfang  nur  für  eine  gewisse
Zeit;  aber  der  arbeitende  Bauernsohn  heirathet,  und  die  Tochter
hat  selbst  kein  Vermögen;  woher  sollen  es  die  Kinder  bekommen ­
  ?  Unterdessen  muss  er  ein  Pfaus  haben;  es  wird  wohl
nicht  gross  sein;  kein  rechtes  Bauernhaus;  wäre  es  das,  so
würde  es  seinerseits  trotz  aller  Rechte  am  Ende  doch  wieder
Eigenthum  erzeugen.  Es  wird  ein  Häuschen,  eine  Käthe;  am
liebsten  wird  der  Bauer  sehen,  wenn  dies  Häuschen  dicht  an
seinem  Hofe  liegt,  ja  er  baut  es  dem  Manne  lieber  selber,
damit  aus  dem  ohoq  nicht  doch  zuletzt  eine  oiv.sia  entstehe.  So
entstehen  die  Häusler,  die  Kathsassen,  die  Insten  des  entstehenden ­
  Classenunterschiedes;  die  Griechen  nannten  sie  die
Sitznngsker.  d.  pliil.-liist.  CI.  XCIII.  Bd.  II.  Hffc.  17
            
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