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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

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Stein.

Einzelparteiungen  und  der  Pärteienkämpfe,  und  ihr  gegenüber ­
  die  der  Publicistik,  die  von  der  Gerechtigkeit  redend  das
geltende  Recht  darunter  versteht  und  den  Unmuth  im  Spott,
die  Lehre  in  der  Sophistik,  die  Lösung  der  allgemeinen  Fragen
in  der  Untersuchung  der  einzelnen  sucht  und  findet.  Jetzt
folgt  die  dritte.  Sie  ist  eine  traurige  und  eine  grosse  zugleich.
Griechenland  ist  gebrochen,  nicht  weil  seine  edelsten  Kräfte
auf  den  Schlachtfeldern  den  Schwertern  der  Feinde  unterlagen,
sondern  weil  das  Edelste  in  Griechenland  die  Kraft  verloren
hatte,  dem  Unedelsten,  der  rohen  Gewalt  des  bestechenden
Geldes  und  der  Pöbelmasse  zu  widerstehen.  Schon  ist  das
griechische  Leben  so  weit  dass  es  der  Charaktere  ermangelt,
und  dass  sein  Geist  unter  das  Mittelmaass  seiner  eigenen  Vergangenheit ­
  zu  sinken  beginnt;  statt  der  grossen  Leidenschaften
heften  sich  kleinlich  .Hass  und  Neid  an  die  Fersen  der  Reste
der  bessern  Zeit  und  jedes  Verbrechen  wird  verziehen,  nur
nicht  das,  ein  Besserer  zu  sein  wie  der  Schlechtere.  Da  kommen
die  Zeiten,  in  denen  der  rohe  Grundherr  in  die  Stadt  der  wirtschaftlichen ­
  und  künstlerischen  Freiheit,  in  die  Stadt  der  herrlichen ­
  Erinnerungen  und  der  unsterblichen  Thaten  des  Geistes
einzieht,  wo  Athen  unter  dem  eisernen  Schritt  der  spartanischen
Bataillone  erzittert  und  wo  Agesilaus  die  Vernichtung  aller
Städte  und  ihre  Auflösung  in  Dorfschaften,  den  Rückfall  in
die  alte  Unbildung  ohne  ihre  Freiheit  zu  seiner  Lebensaufgabe
machte,  den  Maassstab  des  Hintersassen,  des  Penästen  und
Metöken  an  jeden  freien  Mann  anlegend  und  alles  verurteilend,
was  er  nicht  begriffen  hat;  die  Zeit,  wo  die  edleren  Elemente
entweder  in  die  Verbannung  fliehen  mit  dem  Xenophon  und
Aristoteles,  oder  sich  mit  Ekel  von  der  Gemeinschaft  abwendon,
  um  mit  Plato  über  die  Unsterblichkeit  der  Seele  zu
philosophiren,  deren  Zukunft  in  der  Gemeinschaft  der  Sterblichen ­
  keine  Pleimat  mehr  suchen  mag.  Umsonst  ist  es  jetzt,
dass  den  Künstlern  der  Prunkreda,  einem  Isokrates  und  Gorgias
ein  Demosthenes,  den  gelernten  Fachmännern  der  sophistischen
Rhetorik  der  flammende  Redner  für  das  Vaterland  folgt.  Mit
tiefem  Schmerze  neigen  sich  die  Blätter  und  welken  die  Bliithen,
die  herrlicher  die  Sonne  des  glänzenden  Meeres  zweier  Welttheilc
  niemals  beschienen  hatte.  Und  nur  eines  bleibt;  aber
das  was  damals  geblieben,  das  wird  ewig  bleiben.  Mitten  in
            
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