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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

Die  Entwicklung  der  Staatawissenscliaft  bei  den  Griechen.

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neue  in  uns  zu  erzeugen  und  das  Edle  aufs  neue  zu  verehren
und  zu  erstreben.
III.
Das  nun  ist  es  was  uns  den  in  seinem  Inhalt  entwickelten,
als  selbständigen  gewaltigen  Factor  alles  wirklichen  Lebens
vom  Gute  und  Vermögen  so  tief  verschiedenen  Begriff  und
Organismus  des  Besitzes  lehrt,  der  die  Gesellschaft  i;nd  aus
ihm  den  wirklichen  Staat  mit  seinem  Recht  und  seinem  Leben
in  beständig  wechselnden  Gestaltungen  erzeugt.  Und  nun  dürfen
wir  sagen,  dass,  wenn  die  Griechen  die  Gründer  nicht  blos  der
Philosophie  sondern  der  Wissenschaft  des  Staats  geworden,  sie
das  nur  sein  können,  indem  sie  neben  der  Lehre  vom  geistigen
Menschen  auch  das  Verständniss  eben  dieses  Factors,  des  Besitzes, ­
  in  ihren  grossen  geistigen  Lebenskreis  hineingezogen.
Und  während  wir  nun  die  Geschichte  der  reinen  griechischen
Philosophie  als  bekannt  voraussetzen  dürfen,  bestimmt  sich  jetzt
unsere  besondere  Aufgabe  dahin  zu  zeigen,  wie  das  was  wir
die  eigentliche  Staatswissenschaft  nennen,  sich  in  den  gewaltigen
Händen  der  Erkenntniss  vom  Wesen  eben  dieses  Besitzes  und
der  Gesellschaft  bei  den  Griechen  gestaltet  hat.
Nun  dürfen  wir  bei  dieser  Behandlung  den  Standpunkt
charakiterisiren,  von  welchem  wir  ausgehen.
Denn  bei  dem  das  gesammte  Leben  von  Recht  und  Staat
des  ganzen  Griechenlands  umfassenden  Wesen  dieses  Besitzes,
dürfen  wir  nicht  bei  einem  einzelnen  Mann  und  nicht  einmal
bei  einem  einzelnen  Zeitraum  stehen  bleiben.  Das  Grosse
in  dieser  griechischen  Welt  war  eben  die  Continuität  in  der
Gesannntentwicklung  derselben,  durch  welche  am  meisten  jene
Werke  alle  Zeiten  überlebt  und  ihre  wahre  Unsterblichkeit
darin  gefunden  haben,  dass  wir  von  dem  geistigen  Werden
jener  Gedankenwelt  erfasst  uns  sagen  müssen,  dass  wir  immer
erst  dann  recht  anfangen,  wenn  wir  mit  ihnen,  den  Beginnenden
in  der  Staatswissenschaft  selber  beginnen.
Denn  in  der  That  hat  der  grosse  geistige  Process,  der  die
griechische  Staats  Wissenschaft  erzeugte,  durchaus  nicht  die  Natur
einer  zufälligen,  auf  dem  individuellen  Geiste  ruhenden  Bewegung, ­
  wie  sie  auf-  und  absteigt  je  nachdem  die  Fürsten  des
            
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