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Stein.
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sondern er muss auch bei allen andern zugleich beginnen, und
bedarf oft genug viel mehr Arbeit, um zu erfahren was der
andere meint, als um zu beurtheilen ob derselbe Recht hat. So
ist es denn gekommen, dass alles was Denken und Begreifen
heisst, nicht blos den Charakter des Unsicheren am meisten für
die Nichtdenkenden hat, sondern in der That auch unendlich
viel langsamer fortschreitet, weil jeder die Auffassung des
anderen um so weniger versteht, je mehr derselbe die gleichen
Worte gebraucht, um sie zum Ausdruck des dabei von ihm
gedachten Verschiedenen zu bringen.
Wer daher bekannte Worte und Begriffe nicht mehr auf
sein eigenes inneres Leben, sondern auf ein objectives Erkennen
anwenden will, der wird wohl zuerst darnach streben müssen,
in der Weise wie die Naturwissenschaft es thut, ganz genau
zu sagen was er selber unter diesen Worten versteht, vor allem
aber da wo es sich um Dinge und Fragen handelt, mit welchen
auch die nicht streng philosophische Auffassung sich beschäftigt.
Und die Einfachheit, Klarheit und Bestimmtheit gerade in der
Bestimmung solcher Worte ist es, welche die philosophische
Auffassung mehr fördert, und ihren Werth wie ihre Gewalt
auch für andere deutlicher erscheinen lässt, als viele glauben.
Und darin soll unserer Meinung nach dasjenige bestehen, worin
die Methode der philosophischen Erkenntniss sich zunächst die
der naturwissenschaftlichen zum Vorbild nehmen sollte.
Wir aber haben geglaubt dies dem Folgenden voraufstcllen
zu müssen, weil auch wir den letzteren ein Wort zum
Grunde gelegt haben, dessen Bedeutung keineswegs in dem
Grade feststeht, als viele von denen meinen, welche dasselbe
gebrauchen. Es ist sehr leicht von der Entwicklung der Staatswissenschaft
zu reden, aber es scheint nicht mehr leicht zu
sein zu sagen, was denn eigentlich unter der Bezeichnung der
Staatswissenschaften genau zu verstehen ist. Denn nicht viele
werden mit der in solchen Dingen keinesweges gleichgültigen
Bestimmtheit sagen können, was denn eigentlich die Bedeutung
der Staatswissenschaften im bestimmten Sinne des Wortes sei,
wenn man daneben von einer Staats- oder Rechtslehre, von
einer Staats- oder Rechtsstatistik, oder von einer Philosophie
des Rechts oder des Staates redet. Und doch ist es nicht wahrscheinlich,
dass mit so verschiedenen Worten stets das Gleiche