Die Entwicklung der Staatswissenscliaft bei den Griechen.
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der Verschiedenheit der sinnlichen bestimmten Erscheinungen
das innere Sein derselben und ihre Gleichheit bildet, ist der
Begriff. Während ich also Bestimmung und ßegränzung der
Erscheinung äusserlich durch den Sinn empfange, muss ich
das Bestimmtsein des Wesens der letzteren innerlich selbst
setzen. Der Begriff ist daher keine Empfindung und kein Eindruck,
sondern eine That. Als solche ist er wieder die Resultante
einerseits meiner individuellen schöpferischen, und andererseits
derjenigen mir noch äusserlichen Kraft, welche eben das
lebendige Wesen der Erscheinung bildet. Nun kann man dieses
alles auch in anderer Weise denken, obwohl zuletzt wenig
Unterschied im letzten Resultat sein wird. Klar ist es aber,
dass damit alles was Denken und Begriff heisst, mindestens
mit seiner einen Hälfte in das Gebiet der Individualität fällt,
so dass zwar das Streben nach dem Begriffe allen gemein, der
Begriff selbst aber in jedem Geiste ein individueller, das ist verschiedener
ist; und dass dem so sein kann sehen wir täglich ja
auch an dem Täglichen, das uns bei andern entgegentritt. Die
Folge aber davon ist, dass jeder mit demselben Worte etwas oft
sehr von dem andern Verschiedenes sagt, so dass es nicht selten
mehr Mühe kostet zu begreifen, was der andere meint, als was
man selber gesagt zu haben glaubt. Da nun aber keiner das
Ganze weiss, sondern erst die Gemeinschaft der Arbeit auch in
der geistigen Welt Inhalt und Bedingung dessen ist, was jeder
geistig erwirbt und besitzt, so gibt es nichts, was eben diese
in Gegenseitigkeit und Gemeinschaft beruhende geistige Entwicklung
so sehr erschwerte, als eben jene individuelle Verschiedenheit
in Denken und Begriff, die um so schwieriger zu
bewältigen, ja zu erkennen ist, als sie sich meistens zugleich
unter völliger formaler Gleichheit der Worte verbirgt. Und
das ist es nun, wodurch das Leben der Gedanken nicht blos
so tief verschieden wird von dem der Beobachtung, sondern
wodurch auch die Entwicklung beider eine lceinesweges gleichmassige
geworden ist. Denn das haben die Naturwissenschaften
vor den philosophischen voraus, dass Niemand über den ganz
bestimmten Sinn ihrer Worte in Zweifel ist, und dass daher,
so wie eine Thatsache einmal in ihr Wort gefasst wird, eine
objectiv feste Basis für den Fortschritt gefunden ist. Bei der
Philosophie dagegen beginnt jeder nicht blos bei sich selbst,