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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

Die  Basler  Bearbeitung  von  Lambrechts  Alexander.

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pliilippus  gar  köstlich  hochze.it  mit  eleopatar  vnd  sass  zü  tisch  in
grosser  hochzeit,  vnd  würtscliafft.  Alexander  gieng  für  den  tisch  .  .  .
V  kann  hier  unmöglich  das  Richtige  erhalten  haben,  denn
so  ungeschickt  hätte  A  die  Quellen  gewis  nicht  wiedergegeben,
es  ist  nur  die  Frage,  wie  der  Gang  der  Verderbnis  deutlich
würde.  V  enthält  hier  eine  Reihe  von  auffallenden  Reimen;
Rödiger  versuchte  Anz.  I  82  wenigstens  einen  zu  bessern,  es
bleiben  aber  immer  noch  muoter  :  Cleopatra  und  quam  :  stän.
Der  letztere  ist  noch  einmal  verwendet  198,  26  f.  also  alexander
heim  chom,  er  giench  fure  sinen  uater  st  an  •  und  Vers  13  wiederholt ­
  nur,  was  schon  Vers  1  gesagt  war.  Es  erscheint  mir  daher
unzweifelhaft,  dass  die  beiden  Verse  11  und  13  zu  streichen
seien.  Man  konnte  das  Ursprüngliche  wie  folgt  reconstruieren  :
unt  als  er  do  wider  heim,  quam
ein  leit  nüive  märe  er  im  vernam.
sin  vater  (Philippus)  habet  sich  siner  müter  geloubet
unde  habet  ein  ander  wib  gehiwet  [?]
unt  saz  in  foller  brütloufe,
Cleopatra  liiez  diu  frouwe.
er  gienc  für  sinen  fater  stän,
die  corone  er  do  nam
die  er  mit  samt  ime  häte,
sinem  fater  ers  üf  daz  houbet  satzte.
Es  ist  dies  nur  ein  Versuch,  die  verschiedenen  Schreibungen  zu
vereinigen;  aber  wenn  auch  dieser  Versuch  nicht  ganz  gelungen
ist:  das  wird  sich  aus  dem  Vorstehenden  mit  voller  Sicherheit
ergeben  haben,  dass  M  B  durchaus  das  Richtige,  nicht  eine
selbständige  Aenderung  überliefert  haben.
In  der  zuletzt  behandelten  Scene  findet  sich  auch  ein
tiefer  gehender  Unterschied  zwischen  Hdp  und  B,  welches
seiner  deutschen  Vorlage,  diese  aber  mehr  dem  JV  und  seiner
Epit.  folgt.  H  151  f.  B  corrigiert  hier  also  nicht  nach  seiner
lateinischen  Quelle  die  deutsche  Darstellung.
Auch  bei  der  Bändigung  des  Bucephalus  hält  sich  B  mit
V  an  das  Griechische,  den  JV  und  die  Epit.,  während  M  der
Hdp  folgt.  Es  scheidet  sich  auch,  was  die  Benutzung  der
einen  Quelle  anlangt,  B  von  M,  denn  dieser  Bearbeiter  ändert
stofflich  einschneidend.
Sitzungsber.  d.  pbil.-hist.  CI.  XCIII.  Bil.  I.  Hft.  7
            
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