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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

Nachträge  zu  japanischer  Dialectforschnng.  II.

Siwo-no  matsu  ist  der  Name  einer  Art  Asche.  Es  wird
vermuthet,  das  Wort  bedeute  ^  (siwo)-no  (matsu)  ,Salzfichte ­
 4 .  Diese  Asche  ist  seit  dem  Zeiträume  Jei-zin  (1467  bis
1468  n.  Chr.)  bekannt.  Man  hat  tüchtig  Erde  hineingegeben
(tsutsi-wo  joku  iri-taru  nari).  Sngi-no  fai  ,Cypressenasche 4  und
M-wa,ta,-no  fai  ,Baumwollenasche'  eignen  sich  zu  Räucherwerk,
was  in  dem  Tei-gen-seo  zu  sehen  ist.
Siwo-wo  fumu  bedeutet:  das  Salz  treten.  Fumu  ,treten 4
bezeichnet  eine  wirkliche  Handlung.  In  den  Verzeichnungen
der  Sitten  und  der  Erde  von  Tan-ba  heisst  es:  Die  Himmelstochter ­
  hasste  den  alten  Mann  Wa-na-sa  und  das  alte  Weib
Wa-na-sa.  Sie  sprach:  Es  ist  kein  Unterschied  von  wüstem
Salze.  —  Das  im  gemeinen  Leben  übliche  Wort  siwo-ni  mom.aruru
  ,mit  Salz  gerieben  werden 4  ist  dasselbe.  In  einer  Erklärung
wird  auch  gesagt,  es  sei  ein  Wort,  welches  darin  seinen  Ursprung ­
  hat,  dass  Fo-susori-no  Mikoto,  von  dem  Edelsteine
des  Vollseins  der  Salzfluth  (siwo-mitsu-ni)  gequält,  die  Füsse
erhob  und  das  Leiden  des  Ertrinkens  nachabmte.
Siwo-no  mitsi-fi  ,Fülle  und  Trocknen  der  Salzfluth 4  bedeutet ­
  die  Ebbe  und  Fluth  des  Meeres.  Man  sagt,  das  Leben
des  Himmels  und  der  Erde  betrage  einhundert  neun  und
zwanzigtausend  sechshundert  Jahre.  Sie  athmen  in  einem  Tage
und  einer  Nacht  zweimal  aus  und  zweimal  ein.  Wenn  sie  den
Athem  einziehen,  steige  die  ursprüngliche  Luft  empor  und  indem ­
  die  Erde  versinkt,  ströme  das  Meerwasser  über.  Bei  dem
■  Ausathmen  schwimme  die  Erde  wie  früher  und  desshalb  entstehe ­
  die  Ebbe.
^  J|jt  (Si-ma),  der  Name  eines  Reiches,  hat  den  Sinn
von  sima  ,Insel 4 .  In  den  fortgesetzten  späteren  Verzeichnungen
von  Nippon  findet  sich:  Kreis  Tö-si  in  I-se.  Dabei  heisst  es,
dass  I-se  getheilt  wurde.  Man  sagte  desshalb  i-se-sima  ,Insel
von  I-se 4 .  Gegenwärtig  gehört  der  Kreis  Tö-si  zu  dem  Reiche
Si-ma.  Einige  sagen,  das  Land  sei  ursprünglich  zwischen  dem
Reiche  I-se  und  Mi-kawa  gelegen  und  von  dem  Meere  verschlungen ­
  worden.  Man  habe  später  das  östliche  Ufer  des
Reiches  I-se  abgeschnitten  und  daraus  das  Reich  Si-ma  gemacht. ­
  Es  wird  bemerkt,  dass,  wenn  man  die  Gestalt  des
Landes  betrachtet,  dieses  glaubwürdig  erscheine.  Es  werde
dieses  festgesetzt,  indem  auch  erzählende  Werke  bestätigen,
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