Nachträge zu japanischer Dialectforschnng. II.
Siwo-no matsu ist der Name einer Art Asche. Es wird
vermuthet, das Wort bedeute ^ (siwo)-no (matsu) ,Salzfichte
4 . Diese Asche ist seit dem Zeiträume Jei-zin (1467 bis
1468 n. Chr.) bekannt. Man hat tüchtig Erde hineingegeben
(tsutsi-wo joku iri-taru nari). Sngi-no fai ,Cypressenasche 4 und
M-wa,ta,-no fai ,Baumwollenasche' eignen sich zu Räucherwerk,
was in dem Tei-gen-seo zu sehen ist.
Siwo-wo fumu bedeutet: das Salz treten. Fumu ,treten 4
bezeichnet eine wirkliche Handlung. In den Verzeichnungen
der Sitten und der Erde von Tan-ba heisst es: Die Himmelstochter
hasste den alten Mann Wa-na-sa und das alte Weib
Wa-na-sa. Sie sprach: Es ist kein Unterschied von wüstem
Salze. — Das im gemeinen Leben übliche Wort siwo-ni mom.aruru
,mit Salz gerieben werden 4 ist dasselbe. In einer Erklärung
wird auch gesagt, es sei ein Wort, welches darin seinen Ursprung
hat, dass Fo-susori-no Mikoto, von dem Edelsteine
des Vollseins der Salzfluth (siwo-mitsu-ni) gequält, die Füsse
erhob und das Leiden des Ertrinkens nachabmte.
Siwo-no mitsi-fi ,Fülle und Trocknen der Salzfluth 4 bedeutet
die Ebbe und Fluth des Meeres. Man sagt, das Leben
des Himmels und der Erde betrage einhundert neun und
zwanzigtausend sechshundert Jahre. Sie athmen in einem Tage
und einer Nacht zweimal aus und zweimal ein. Wenn sie den
Athem einziehen, steige die ursprüngliche Luft empor und indem
die Erde versinkt, ströme das Meerwasser über. Bei dem
■ Ausathmen schwimme die Erde wie früher und desshalb entstehe
die Ebbe.
^ J|jt (Si-ma), der Name eines Reiches, hat den Sinn
von sima ,Insel 4 . In den fortgesetzten späteren Verzeichnungen
von Nippon findet sich: Kreis Tö-si in I-se. Dabei heisst es,
dass I-se getheilt wurde. Man sagte desshalb i-se-sima ,Insel
von I-se 4 . Gegenwärtig gehört der Kreis Tö-si zu dem Reiche
Si-ma. Einige sagen, das Land sei ursprünglich zwischen dem
Reiche I-se und Mi-kawa gelegen und von dem Meere verschlungen
worden. Man habe später das östliche Ufer des
Reiches I-se abgeschnitten und daraus das Reich Si-ma gemacht.
Es wird bemerkt, dass, wenn man die Gestalt des
Landes betrachtet, dieses glaubwürdig erscheine. Es werde
dieses festgesetzt, indem auch erzählende Werke bestätigen,
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