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Sakasi-ra ,Verleumdung' soll, wie angenommen wird, den
Sinn von saka-sima ,verkehrt' haben. Dagegen wird eingewendet,
dass in dem Man-jeö-siü das Wort die Schreibung ^ jjt.
(sakasi-ra) hat und ihm der Sinn von sakasi-datsi-te mono-suru
,sich für weise ausgeben' zukomme. Es sei, wie man gegenwärtig
kasiko-date ,Schaustellung von Scharfsinn' sagt. Aus dem
Worte wurde auch das Zeitwort sakasirafu ( ~Jj 2/ 7 ^ )
gebildet. In dem I-se-mono-gatari ist sakasi-ra die Lesung des
Zeichens ,Affe'. Es ist eine Lesung der Bedeutung. Diese
Lesung wird in dem Sinne des gegenwärtig üblichen (sarn)-kasikosi
,affenklug' angewendet. Das Man-jeo-siü sagt:
Ana mi-niku \ sakasi-ra-ico su-to | sake-nonxanu \ fito-wo
joku mire-ba | saru-ni-ka-mo niru.
,Sehr abscheulich! | Der, um zu verleumden, | keinen
Wein trinkt, | den Menschen gut wenn man betrachtet, | ist
er einem Affen auch ähnlich'.
Sakasi-meki ,wie Verleumdung ausselien', sakasi-datsi
,Entstehen der Verleumdung', sakasi-gari ,verleumden wollen',
sakasi-buri ,Weise der Verleumdung' und andere Wörter,
welche je nach den Stellen ihres Vorkommens sich verändern,
behalten die Bedeutung sakasi-ra ,Verleumdung'.
Saka-jaki (^ j, durch |j|| ,Mondstirn' und
M ft ,Ersatz des Mondes' ausgedrückt, ist das geschorene
Vorderhaupt. Es soll die Bedeutung von ll|J (saka-kagajaki)
,Glanz der Mütze' haben.
Saka-fogafi ist in dem Nippon-ki die
Lesung von ^ ,langes Leben'. Es hat die Bedeutung sakafogi
,bei dem Weine beglückwünschen'. Die Rückkehr von
ga fi ist gi.
Saka-tate-me ,das den Wein hinstellende Mädchen' ist ein
dem Palaste des grossen Gottes von I-se und dem Palaste
Tojo-ke zugeselltes Mädchen. Es sind deren je zwei, welche
den ältesten Obrigkeiten ein mit den Blättern des heiligen
Baumes (saka-ki) umwundenes Weingefäss darreichen.
Saka-makura, durch ,Polster der Bergtreppe'
ausgedrückt, ist ein Polster, welches bei dem Feste des grossen
Kostens und des neuen Kostens über die achtfache Flurmatte
(ja-je-tatami) gelegt wird. Dasselbe ist drei Schuh lang und
vier Schuh breit.