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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

Nachträge  zu  japanischer  Dialeetforgcliung.  II,

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Man  glaubt,  dass  sai-gusa  so  viel  als  sa-juri  fl)*  ZL  1)  )  jLilie'
ist.  Da  die  Lilie  sieb  auf  der  Spitze  des  Stammes  gleichmassig
  in  zwei  Aeste  theilt  und  auf  dem  Grunde  des  Stengels
die  Blätter  einander  gegenüber  stehen,  werde  man  sie  mit  der
glücklichen  Pflanze  (sai-gusa)  verglichen  haben.  Der  ursprüngliche ­
  Name  der  Lilie  (sa-juri)  ist  sawi  f  1)*  wie  in  dem
Ko-zi-ki  zu  sehen.  Sawi-gusa  ,Lilien  pflanze'  und  saki-gusa
,glückliche  Pflanze'  bilden  einen  Uebergang  der  Laute.  Da  das
genannte  Opfer  in  den  vierten  Monat  des  Jahres  fällt  und  die
Lilien  um  diese  Zeit  blühen,  so  könne  die  Sache  jedenfalls  passen.
Sai-bari  (  1)*  ß  )  ^  )J  )  wird  für  ßj]  ^  (sai-fari)  ,erster
Weiderich'  gehalten.  Fari  wird  auch  für  fagi  (  )  j  ,Weiderich' ­
  gebraucht.  Nach  einer  Erklärung  bedeutet  es
(sai-fari)  ,glücklicher  Weiderich'  und  ist  ein  Wort  der  Lobpreisung. ­
  In  der  Musik  Saibara  heisst  es:  sai-bari-ni  koromo-wa
suran  ,mit  dem  ersten  Weiderich  das  Kleid  wird  man  reiben'.
In  dem  Nippon-ki  findet  sich  fari-suri-no  mi-zo  ,das  mit  Weiderich ­
  geriebene  kaiserliche  Kleid'.  Das  Man-jeo-siü  sagt:  mafagi
  mote  sareru  koromo  ,das  mit  wahrem  Weiderich  geriebene
Kleid'.  Man  glaubt,  es  könne  etwas  gleich  dem  Kleiderstoffe
sino-bu-zuri  ,das  Geriebene  von  Sino-bu'  sein.
Saifaß,  saiwai  (1)*  -'f  )  J  |^  )  ,Glück'  ist  ßjß  (saki)
,glücklich'  und  das  Hilfswort  faß  (  )^  tl  )•  Wenn  faß  als
Hilfswort  gebraucht  wird,  hat  es  den  Sinn  des  in  der  gewöhnlichen ­
  Sprache  üblichen  Wortes  si-awase-ni  ,durch  Zufall'.
Das  Wörterbuch  Zi-wi  sagt:  Wenn  man  etwas  nicht  erlangen
soll,  aber  es  erlangt,  ferner  wenn  man  nicht  entkommen  kann,
aber  entkommt,  so  nennt  man  dieses  ^  (saiwai)  ,Glück'.
Wenn  man  das  Wort  in  Briefen  gebraucht,  so  drückt  es  eine
Bitte  aus  (negb  kotoba-to  naru).  Man  vermuthet,  dass  es  dann
vielleicht  die  Bedeutung  j|jj‘  ,vorwärts  wachsen'  habe.  In
buddhistischen  Liedern  wird  saldfafi  ("i)-  )  geschrieben.
In  den  Worten  der  Gebete  findet  sich  sakifafe  (  1)~  ^  ).
In  dem  Man-jeo-siü  findet  sich  auch  sakifafu  f  fl)-  ^  ).
Das  in  den  Erzählungen  des  mittleren  Alterthums  vorkommende ­
  sai-wai-keru  (  d)~  ß  -£r)Ls)  ist  so  viel  als
das  in  dem  Nippon-ki  enthaltene  ^  £  ,sich  an  einen  Ort
begeben,  ihn  beglücken',  dessen  Lesung  mesu  (XX).
            
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