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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

Miscellen  zum  Dialekte  Alkmans.

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a)  Abwerfung  der  Endung  mit  Epenthese:  -dOsi  (ebenso  Timocr.  2. 2 )
wie  otooi  b)  Uebergang  in  die  thematische  Conjugation  und
Contraction:  tlOvj.
XXI.  yelxtov  Fr.  50.
In  dem  Alkm.  Fr.  50  (vgl.  116)  überlieferten  ydxwv
scheint  si  durch  Schwächung  aus  yjV  oder  vj  entstanden;  denn
der  Annahme  einer  Schwächung  aus  m  steht  entgegen,  dass
sich  ein  ya'fxwv  oder  yatxuv  nirgends  findet,  während  doch  solche
Form  ebensogut  möglich  wäre,  wie  '(aäoq  Aesch.  Suppl.  826
eyyaicx;,  p.s<76yaiov,  ävaiyaiov,  7.axwyaiov  Ahr.  dor.  187.  Auch  Merzdorf ­
  Stud.  IX  244  führt  ysixwv  zunächst  auf  yplxwv  zurück;
wenn  er  aber  diese  Kürzung  auf  ,panhellenischen‘  Boden  versetzt,
so  ist  dies  um  so  unwahrscheinlicher,  als  ja  nicht  einmal  Uebergang ­
  von  youxuiv  in  yptxwv  als  urgriechisch  angesehen  werden
kann:  wie  sollte  auch  der  Stamm  ya  (aus  yafja,  yaja,  yaa),  der
im  Aeolo-dorischen  in  ungeschwächter  Form  wirklich  existirt,
dazu  gekommen  sein,  gerade  in  dieser  Weiterbildung  sein  a
schon  in  urgriechischer  Zeit  zu  r,  herabsinken  zu  lassen?  Vielmehr ­
  halten  wir  das  Wort  für  ein  ursprünglich  jonisches,  das
dann  in  die  übrigen  Dialekte  eingedrungen  ist.  Es  macht  uns
hieran  der  Umstand  nicht  irre,  dass  im  Jonischen  zumal  aus  ä
entstandenes  •t\  vor  t  nicht  gekürzt  zu  werden  pflegt:  denn
unzweifelhaft  scheint  es,  dass  ein  gelegentliches  Ausweichen
aus  dieser  Regel  minder  unwahrscheinlich  ist,  als  die  Annahme ­
  einer  urgriechischen  Schwächung  von  «  zu  yj  gerade
im  Stamme  yct.
XXII.  ßcö;  Fr.  89.
Das  89.  Fragment  ist  nach  Bergks  Vermuthung  aus  Et.
Gud.  301,  6  zu  vr/.ö)  o’  s  xappwv  ßw;  zu  ergänzen.  Die  Grammatiker ­
  nennen  die  Form  ßö?  dorisch  (Ahr.  dor.  165)  und
man  wäre  mit  Rücksicht  auf  die  zahlreichen  Fälle,  wo  strengdorisches ­
  o)  milddorischem  ou  gegenübersteht,  von  vornherein
geneigt,  jene  Angabe  auf  die  Doris  sev.  zu  restringiren,  wie
denn  in  der  That  Epicharms  milderer  Dorismus  (Fr.  97,  4)
die  Form  ßoög  zeigt.  Aber  dass  trotzdem  das  Verhältniss  von
ß<3;  zu  ßous  keineswegs  so  zu  fassen  ist,  beweisen  1.  die  Glosse
des  Suidas  (nicht  des  Ilesych.,  wie  es  bei  Meister  Stud.  IV  391
            
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