Miscellen zum Dialekte Alkmans.
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a) Abwerfung der Endung mit Epenthese: -dOsi (ebenso Timocr. 2. 2 )
wie otooi b) Uebergang in die thematische Conjugation und
Contraction: tlOvj.
XXI. yelxtov Fr. 50.
In dem Alkm. Fr. 50 (vgl. 116) überlieferten ydxwv
scheint si durch Schwächung aus yjV oder vj entstanden; denn
der Annahme einer Schwächung aus m steht entgegen, dass
sich ein ya'fxwv oder yatxuv nirgends findet, während doch solche
Form ebensogut möglich wäre, wie '(aäoq Aesch. Suppl. 826
eyyaicx;, p.s<76yaiov, ävaiyaiov, 7.axwyaiov Ahr. dor. 187. Auch Merzdorf
Stud. IX 244 führt ysixwv zunächst auf yplxwv zurück;
wenn er aber diese Kürzung auf ,panhellenischen‘ Boden versetzt,
so ist dies um so unwahrscheinlicher, als ja nicht einmal Uebergang
von youxuiv in yptxwv als urgriechisch angesehen werden
kann: wie sollte auch der Stamm ya (aus yafja, yaja, yaa), der
im Aeolo-dorischen in ungeschwächter Form wirklich existirt,
dazu gekommen sein, gerade in dieser Weiterbildung sein a
schon in urgriechischer Zeit zu r, herabsinken zu lassen? Vielmehr
halten wir das Wort für ein ursprünglich jonisches, das
dann in die übrigen Dialekte eingedrungen ist. Es macht uns
hieran der Umstand nicht irre, dass im Jonischen zumal aus ä
entstandenes •t\ vor t nicht gekürzt zu werden pflegt: denn
unzweifelhaft scheint es, dass ein gelegentliches Ausweichen
aus dieser Regel minder unwahrscheinlich ist, als die Annahme
einer urgriechischen Schwächung von « zu yj gerade
im Stamme yct.
XXII. ßcö; Fr. 89.
Das 89. Fragment ist nach Bergks Vermuthung aus Et.
Gud. 301, 6 zu vr/.ö) o’ s xappwv ßw; zu ergänzen. Die Grammatiker
nennen die Form ßö? dorisch (Ahr. dor. 165) und
man wäre mit Rücksicht auf die zahlreichen Fälle, wo strengdorisches
o) milddorischem ou gegenübersteht, von vornherein
geneigt, jene Angabe auf die Doris sev. zu restringiren, wie
denn in der That Epicharms milderer Dorismus (Fr. 97, 4)
die Form ßoög zeigt. Aber dass trotzdem das Verhältniss von
ß<3; zu ßous keineswegs so zu fassen ist, beweisen 1. die Glosse
des Suidas (nicht des Ilesych., wie es bei Meister Stud. IV 391