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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

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Schubert.

Stepli.  Byz.  v.  ’Epucrfynj  dom  Eingänge  eines  Parthenion  zugewiesen ­
  wird,  in  einem  Zusammenhänge  kann  gestanden  haben,

(W.  [e]u  -)-  0a)  stimmen  würde.  Aber  was  beginnen  wir  mit  dem  (von
Bekker  recht  unwahrscheinlich  zu  SfSioaOa  geänderten)  oiSoioOa  Hom.
II.  t  270?  Hier  bliebe,  da  die  ,Umschreibung 1  zur  Erklärung  nicht
herangezogen  werden  kann,  nur  die  Annahme  einer  Missbildung  übrig.
Ich  möchte  daher  vermuthen,  dass  das  i  von  3(8oio0a  nicht  anders  zu
erklären  ist,  als  das  von  Ovafexto,  p  i(j.va(axu>,  0EicjmEib;  C.  I.  1593 g  (zu
den  von  Schmidt  Vocalism.  I  112,  II  310  Anm.,  319  Ahm.  angeführten
Beispielen  kommt  noch  aus  einer  der  neu  gefundenen  Inschriften  aus
Olympia  Areh.  Zeit.  1876  2.  und  3.  Heft  p.  129—138  zaiEtayijoOa'.  Z.  44,
47,  50),  d.  h.  wie  zuerst  Schmidt  in  Bezug  auf  die  eben  angeführten
Fälle  angenommen  hat,  als  ein  ,aus  dem  Zischen  des  <j‘  erwachsener
Laut.  Hieraus  würde  folgen,  dass  in  der  That  EysioOa,  cr/jijaEiaOa  etc.,
wie  jetzt  gewöhnlich  geschrieben  wird,  die  richtigen  Formen,  jene  mit  7]
unrichtig  sind,  welche  aber  nicht  durch  falsche  Transscription  aus  E,
sondern  durch  Verwechslung  von  EI  und  I!  entstanden:  eine  Verwechslung,
die  gewiss  durch  hom.  Conjunctive  wie  EÖE'XrjaOa,  ßd).7)a0a,  E/r,aOa  etc.
mit  beeinflusst  worden  ist.  Einmal  recipirt  haben  diese  missverständlichen ­
  Indieative  auf  7)<j0a  weitere  Verwirrung  angerichtet:  sie  haben
einerseits  Corruptelen  wie  eyj]?  Sapph.  99 2 ,  raivrj?  Ale.  52,  aoizrjr]  Sapph.  l., 0
und  die  Grammatikerdoetrin  von  der  äolo-dorischen  2.  sgl.  auf  7)c,  andererseits ­
  wohl  auch  die  Lehre  vom  ayrjixa  ’lßüxeiov  begünstigt.  Nicht  anzutasten ­
  dagegen  ist  u07jaOa  (Hom.).  Zwar  würde  die  der  Form  oiäo-’.-tjOa
genau  entsprechende  Form  vielmehr  xI0E-'.-aOa  zu  lauten  haben;  aber  die
Vergleichung  von  tpijaOa  (Hom.)  lehrt,  dass  in  der  Coniugation  der  Verba
auf  jj-i  vor  der  Endung  <jOa  ebensogut  Dehnung  des  auslautenden  Stammvocals
  eintreten  konnte,  wie  in  den  beiden  anderen  Personen  des  Singulars. ­
  Es  läge  alsdann  eine  doppelte  Behandlungsweise  des  vocalischen
Stammauslautes  vor:  Dehnung  in  cpfjcjQa,  riOrjaOa  und  Bewahrung  der
ursprünglichen  Kürze  in  Verbindung  mit  dem  aus  a  entwickelten  '.  in
oiooiaOa.  Der  Umstand,  dass  auch  Bewahrung  der  Kürze  möglich  war,
beweist,  dass  <j0a  als  eine  gewichtigere  Endung  gefühlt  ward,  als  p:  und  oi
und  das  aus  Ti  gewordene  <ji  der  3.  Person.  Es  tritt  dadurch  die  mit  oOa
gebildete  2.  Sing,  in  Analogie  zu  den  l^ormen  des  Duals  und  Plurals,
deren  wuchtigere  Personalendungen  ja  bekanntlich  die  Steigerung  des
Stammauslautes  überhaupt  nicht  zulassen.  Dass  aber  diese  Steigerung
vor  aOa  denn  doch  eintrat  (orjcrOa,  TiOrjaOa  opp.  otooiaßa),  ist  gewiss  Folge
der  Analogiewirkung  der  übrigen  Personen  des  Singulars.  Bei  den  Verbis
contractis  auf  ato  ist  es  selbstverständlich,  dass  in  den  hieher  gehörigen
Formen  vor  aOa  nur  7)  geschrieben  werden  kann  (jtoGopaE-aOa,  äolo  [dorisch]
contrahirt:  Jio0o’p7ia0a  Theocr.  29,  4),  ebenso  wohl  in  dem  äolischen  ip(Xr,oOa
Sapph.  Fr.  22  (aus  oiXES-uOa).  Bildungen  wie  die  eben  genannten  werden
dann  ihrerseits  auf  die  Schreibungen  ay7[a7jc0a,  EÜfXyaÜx  nicht  ohne  Einfluss
geblieben  sein.
            
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