Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

Miscellen  zum  Dialekte  Alkmans.

563

dorisch  erklärt  wird  gegenüber  dem  attischen  y.etpüXic.  Weitere
Vermuthungen  verbietet  die  Unklarheit  der  Etymologie  dieses
Wortes.  1
XIII.  xXeixei  Fr.  95.
Dieses  Wort  (Nom.  xb  stXeExoq),  eine  dem  poet.  und  hom.  -/.Xstü?
Fern.  ,Abhang'  parallele  Nebenform  mit  Suffix  ec,  der  wir  auch  in
dem  y,Xlxea  des  Apoll.  Rhod.  I  599  (yXitea  IIz/Xrficaa.,  Kavaöxpanrp
ünsp  dExpxjv)  und  mit  Verkürzung  des  t  in  yXfxcx;  bei  Späteren
(z.  B.  Anth.  VII  699 fl  oute  ßöpEiov  sq  xXtToq)  begegnen,  gehört
unter  die  Fälle,  in  denen  et  der  (im  Dorischen  ebenso  gut  wie
im  Attischen  und  Jonischen  erscheinende)  Steigerungslaut  von
i  ist,  also  zu  eSe^ev  (or/.)  Fr.  37 1  ■—  -/ e D- a  76 2 ,  79  u.  s.  w.,
mögen  wir  in  dem  Vocal  der  Formen  mit  t  mit  J.  Schmidt
1.  c.  140  (vgl.  142)  ,ein  fossiles  Vorguna',  eine  mit  Vocaldehnung
lautlich  zusammenfallende  Vocalsteigerung  —  oder  mit  G.  Meyer
Bezzenbergers  Beitr.  Heft  2,  p.  84  Zusammenziehung  aus  ei
erblicken  (Reihe:  y.Xetroq,  y./utoq  [y.Xlxiq],  y.Xtxoc).  Verfehlt  ist  die
Annahme  Welckers,  der  mit  Rücksicht  auf  das  die  Alkmanstelle
1  Aus  der  Alkmaustelle  gellt  zunächst  nur  Verkehr  oder  Lebensgemeinschaft
des  xqpuXo;  mit  den  aXxuövE;  hervor;  durch  Antigon.  Caryst.  hist.  mir.
27  (23),  dem  wir  das  ganze  Fragment  verdanken  und  auf  den  sicli
Hesych.  s.  v.  xEtpüXo;  beruft  (s.  v.  X7]püXo;  ■  ctporjv  opvt;  auvouataatixo';  ’
tive;  Be  aXxuova)  sowie  durch  Suidas  s.  v.  x7)puXo?  •  ö  dpprjv  dXxuiöv  erfahren
wir,  dass  das  Männchen  der  aXxuo've;  so  geheissen  habe;  doch  hilft  uns
das  nicht  weiter,  da  trotz  der  ausführlichen  Beschreibung  bei  Aristoteles
hist.  an.  IX  15  ,die  Zoologen  durchaus  nicht  wissen,  welcher  Vogel  mit
dem  Namen  dXxucov  bezeichnet  wird,  so  berühmt  er  im  Alterthum  gewesen
ist 1  Kock  zu  Arist.  Av.  251.  Benseler  1.  c.  8,  der  von  xspcr,  d.  h.  der
•  durch  das  Determinativ  a  erweiterten  Wurzel  xep  (oxep  Curt.  Nr.  53)
ausgeht,  meint,  xrjpüXo;  =  XEtpuXo;  stehe  für  xeps-uXo;  und  sei  vielleicht
derselbe  Seevogel  ,quavn  Angli  nostvae  aestatis  slcirr  appellant‘.  Doch
scheint  es  nach  dem  Zusammenhänge  der  Stelle  bei  Arist.  Av.  300  (der
verwunderten  Frage  des  Peithetairos  xetpuXo;  ydp  loxw  o'pvt;;  Euelpides  :
ou  yip  iöti  XuopylXo;;),  dass  die  Form  mit  Et  überhaupt  nur  auf  einem
witzigen  Wortspiele  beruht  (und  die  Notiz  des  Euphronius  beim  Scliol.
z.  d.  St.  und  Suid.  1.  c.  EOtppovtö;  <pj|Ot  xou;  Atopie“;  Xt'yEtv  •  ßaXe  or;  ßdXs
xrjpuXo;  s’trjv,  -ou;  8e  ’ÄTTtxoi);  x.st'puXov.  .  .  xa!  pc^ore  T.apit  TO  xefpEtv
Eo^rjptditarat.  '0  Be  X-opyiXo;  yjv  xoupeü;  erst  aus  Aristoph.  gezogen  ist),
wie  auch  Diudorf  annimmt  ,certum  est  avis  nomen  fuisse  xrjpuXo;:  sed
xstouXo;  dixit,  ut  Sporgilo  tonsori  nomen  accomodaret 1 .  Es  würde  dann,
Herkunft  von  W.  xep  vorausgesetzt,  die  vocaldelmende  Kraft  des  p
(Schmidt  Vocalism.  II  309)  zur  Erklärung  des  r,  genügen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.