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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

Miscellen  zum  Dialekte  Alkmans.

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X.  T;  als  Contractionsproduct  von  a  +  e  (et,  Yj).
Für  diese  allgemein  dorische  Contraction  sind  die  Belege
aus  Alkinan  unter  VII  angeführt.  Auch  Fr.  68  dürfte  statt
des  corrupten  aip.a  xa  (a'.jj.a  xd),  worin  Hermann  wohl  richtig  die
3.  sgl.  praes.  von  einem  sonst  unbekannten  aipuxdco  =  aip.axcco,
aipaxiCü),  aip-dcc«  erkannt  hat,  aip.axY)  zu  lesen  sein.  Schneidewins
  aip,dxa,  ein  nach  Muster  von  nraöxa,  vjiruxa,  p.v;x£ex<z  etc.  gebildeter ­
  äolischer  (Ahrens  aeol.  109)  Nominativ  (=  ,Blutvergiesser'),
  wofür  man  vielmehr  aipidxäxa  (von  atp.axdw  wie
•/.ußepvvjXYjs  von  y.ußepvdw)  oder  —  wenn  der  Nominalstamm  zu
Grunde  gelegt  werden  soll  —  aipdx-txa  (wie  mjp-i’xYj?)  erwartet,
entspricht  dem  Metrum  nicht,  weil  sämmtliche  von  den  Grammatikern ­
  für  diesen  xurcot;  AtoXr/.ö?  angeführten  Beispiele  (es  sind
lauter  homerische  bis  auf  ’Ap'/uxa  und  'Aßpayspa  scholl.  Dion.
Thr.  818,  30,  Greg.  Cor.  603  —  in  unseren  Resten  des  äolischen ­
  Dialektes  finden  sich  keine  Belege)  als  Stammauslaut
kurzes  a  zeigen.  In  dem  genannten  Fragmente  wären  dann
überhaupt  die  dialektischen  Originalformen  durch  die  gewöhnlichen ­
  verdrängt:  wie  p.sp.avsv  durch  pspjVEV,  so  ai[mxfi  durch
aip.axa,  das  dann  weiter  die  Corruptcl  zu  atp.oc  xd  (aip.a  xd)  erfuhr.
Ebenso  scheint  Fr.  121  wenigstens  soviel  sicher,  dass  die  Form
cqd,  welche  Gram.  An.  Ox.  I  55,  7  auf  d-pdto,  eine  (auch  Od.  e  119
oi  xs  Osatc  dvdacOe  irotp’  avSpaacv  suvd£sa0at  freilich  in  anderer  Bedeutung ­
  vorkommende)  Nebenform  von  äyu.[iM  =  Gaup.d^w  zurückgeführt ­
  wird,  in  dvp  (2.  sgl.  med.  conj.)  umzuschreiben  ist:
worauf  auch  die  Corruptel  dys  bei  Herod.  tc.  p..  A.  22,  15  führt.
Der  Vers  des  Alkman  mag  nach  den  Spuren  bei  Herodian  etwa
eüx’  av  xoo’  üyy]  «vBp6<g  gelautet  haben.
XI.  Yj  als  Contractionsproduct  von  s  +  e.
Die  strengdorische  (zugleich  äolische)  und  bei  Alkman
zu  erwartende  Contraction  von  e  -f-  e  zu  yj  wäre,  wenn  wir
der  Ueberlieferung  folgen,  überall  durch  die  der  Doris  mitior
angehörige  (mit  der  attischen  übereinstimmende)  Zusammenziehung ­
  zu  e:  ersetzt.  Fr.  93  zwar  ist  •qyeheu  überhaupt  eine
ganz  undorische  Form,  die  wir  uns  nicht  besinnen  werden  mit
Schneidewin  in  dy?jXGa  (oder  vielmehr  in  af^xai)  211  ändern;  aber
            
Waiting...

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