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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

Miscefien  zum  Dialekte  Alkmans.

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Curt.  Nr.  517)  oder  gar  epcosw  (Curt.  ibid.),  wie  ihn  Alirens
1.  c.  p.  14  f.  annimmt,  ist  abzuweisen.  Die  im  Anschlüsse  an
die  Alten  (Apoll,  de  adv.  562,  6  ps«  pea  •  ra  ydp  eü/epwg  y.vo-;j,£va
  pücst  setze,  vgl.  Eustatb.  107,  29,  E.  M.  700,  56—701,  27)
neuerdings  von  Hirzel  ,zur  Beurtheilung  des  äolischen  Dialektes*
p.  37  f.  versuchte  Ableitung  von  pd  aus  W.  sru  wird  durch  das
für  den  Anlaut  erwiesene  r  widerlegt.  Was  die  Schreibung  des
Wortes  betrifft,  so  ist  für  das  Dorische  an  pä,  für  das  Aeolischo
an  ßpä  festzuhalten,  da  letzterer  Dialekt  bekanntlich  dem  t  subscr.
abgeneigt  ist  (Ahr.  äol.  99).
VIII.  BaFiov  Fr.  79.
In  BdFtov  1.  c.  könnte  der  lange  A-Läut  aus  dem  kurzen
der  W.  oocF  (Curt.  Nr.  258)  ebenso  hervorgegaugen  sein,  wie
z.  B.  jener  von  zxyoc  aus  dem  der  W.  «rp  Da  aber  Priscian
I  21  die  durch  das  ,dimetrum  iambicum*  erforderte  Messung
von  oaF  als  Wirkung  des  F  hinstellt,  so  muss  es  auch  ein  BaFto;
(vgl.  sv  Sa[F]'i  Xu-j-pv))  gegeben  haben,  von  dem  eben  Priscians
Gewährsmann  (Astyages  und  mittelbar  Tryphon)  ausgegangen  ist.
Es  könnte  nach  dem  (offenbar  auch  der  gi’iechischen  Quelle
entlehnten)  Ausdrucke  1.  c.  (,inveniuntur  etiam  pro  vocali  corrept.a
  hoc  digavimci  illi  usi  .  .  und  ,sic  est  proferendum  [sc.  dim.
iambicum],  F  vt  faciat  brevem  syllabam 1 )  scheinen,  als  habe  man
sich  das  F  vocalisirt  zu  denken  —  also  odüiov  —  und  dass  dies
wirklich  die  Meinung  des  Priscian  ist,  beweist  das  von  ihm  zur
Vergleichung  gewählte  lateinische  Beispiel  siluae  statt  silvae
Hör.  Epod.  XIII  2.  Aber  bei  viersilbiger  Lesung  würde  der
schwere  Tacttheil  des  dritten  Iambus  in  zwei  Kürzen  aufgelöst
erscheinen,  was  nicht  wahrscheinlich  ist.  Ebensowenig  ist
Verschmelzung  des  vocalisirten  F  mit  a  zum  Diphthong  au
annehmbar:  denn  es  hätte  dann  Priscians  Gewährsmann  in
den  Texten  des  Alkman  ohne  Zweifel  statt  oäFtov  vielmehr
die  Schreibung  Saüiov  vorgefunden,  wie  lesb.  aüvjp,  auw?,  vauo;,
?ajo?  etc.  (Alirens  äol.  p.  36)  und,  gerade  in  von  W.  BaF
herstammenden  Bildungen,  äauXcc  =  oarcc  Eustatb.  1654,  28,
osBaupivov  •  -^spt-eipAsypivov  Hes.  geschrieben  ward.  Daher  ist
der  Vorgang,  dev  hier  stattgefunden  hat,  unstreitig  der,  dass
das  F  in  oäFtov,  ohne  in  u  übergegangen  oder  völlig  geschwunden
36*
            
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