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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

Nachträge  zu  japanischer  Dialectforschung  II.

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Kome-ja  hat  in  dem  Ko-kon-siü  die  Bedeutung:  wird  man
vielleicht  kommen?  Es  heisst  daselbst:  lcöme-ja-to  omofu\
mono-kara  ,weil  man  glaubt,  dass  man  vielleicht  kommt'.
Gome  [yt  yl  )  ist  in  einigen  Ausdrücken  so  viel  als  guru-me
(  yi  ).  welches  seinerseits  für  kuru-kurv-to  ,rings  herum,
rund  herum'  gebraucht  wird.  So  in  tsumn-gome  ,der  Saum
rund  herum',  nhvoi-gome  ,der  Geruch  rund  herum',  ne-gome
,die  Wurzel  rund  herum',  fana-gome  ,die  Blumen  rund  herum',
kuruma-gome  ,der  Wagen  rund  herum'.
In  dem  Wa-mei-seö  hat  kome  (  Zf  yi  )  die  Bedeutung:
dünner  Flor.  1  Die  Streifen  dieses  Stoffes  sind  gleich  dem  Beis
(sono  aja-no  kome-no  gotoku  naru  nari).  In  dem  Zi-no  kagami
findet  sich  kome-no  kinn  ,Reiskleid'.  Es  ist  eine  Art  Sommerkleid ­
  (ka-tori).  Der  Stoff  hat  Aehnlichkeit  mit  dem  gegenwärtigen ­
  Flor  (tsiri-men),  der  Grund  ist  Damast  (aja).  Man
sagt  auch  kome-ori  ,Florgewebe'.
ln  dem  Wai-mei-seö  ist  komo  (  17  -£  )  die  Lesung  von
j|j|  ,Matte'.  Man  fiudet  nngn-komo  ,lange  Matte',  fa-gom.o
,Blättermatte',  wori-gomo  ,gebrochene  Matte',  kaja-su-gomo
,Thürmatte  von  Riedgras'  m  (fa)-gomo  ,Flügelmatte,'  wosigomo
  ,Essmatte'.
Komo  ist  ferner  die  Lesung  von  -|-  Jfft)  ,blühendes
Schilfrohr'.  Man  liest  so,  weil  diese  Pflanze  zu  Matten  verwendet ­
  wird.  (-H*  -f  JIR  )  ,Haupt  des  blühenden  Schilfrohrs'
hat  in  dem  Wa-mei-seö  die  Lesung  komo-tsuno  (  Z?  ■£  y  y  )
und  komo-futsuro  (  17  y  y  D  )•  Dasjenige,  welches  auf
dem  Wasser  schwimmt,  heisst  ugida  (  -5C)-In
  dem  Wa-mei-seö  und  in  dem  Ko-zi-ki  ist  komo  die
Lesung  von  ifjt  ,Meermalve'.  Man  hält  die  Pflanze  für
eine  Art  Hornblatt  (mo)  und  glaubt,  das  Wort  habe  den  Sinn
von  ko-mo  ,kleines  Hornblatt'.  Es  heisst,  diese  Pflanze  habe
Aehnlichkeit  mit  der  Pflanze  foda-wara  yCy  y)' 1  und
setze  viele  runde  Sachen  an  (marulci  mono  o-oku  tsukeri).
Ko-motari.  (  Z?  ^  lj  ),  das  in  dem  Ko-kon-siü  vorkommt,
hat  den  Sinn  von  ko-ivo  motsu  ,Söhne  haben'.  Man  sagt  noch

1  Das  der  Lesung  zu  Grunde  liegende  Zeichen  ist  dadurch  herzustellen,
statt  das
2  Dieser  Pfianzenname  ist  sonst  nirgends
Sitzungslier.  d.  phil.-hist.  CI.  XCII.  Bd.  I.  Hft.

dass  in  dem  Zeichen

m

Classenzeiclien  ^  gesetzt  wird,
vorgekommen.

4
            
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