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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

MisceJlen  zum  Dialekte  Alkmans.

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eines  akatalek  tischen  trochäischen  Tetrametfons  stehend  (Bekk.
An.  III  1128)  als  Trochäus  gefasst  werden  muss. 1  Die  Accentuation
  solcher  Formen,  die  zu  den  früher  behandelten  in
vollkommener  Analogie  stehen  und  daher  Et.  M.  721,  54  mit
Unrecht  barbarisch  genannt  werden,  kann  nach  dem  Obigen
nicht  zweifelhaft  sein,  weshalb  wir  es  nicht  billigen  können,
wenn  Bergk  mit  Meineke  1.  c.  Aiaq  schreibt.  Dagegen  muss  es
gut  geheissen  werden,  wenn  die  Codices,  —  allerdings  in  einigem
Widerspruche  zu  ihrer  sonstigen  Behandlung  von  dergleichen
Formen  —  die  dorischen  Infinitive  auf  -sv  stets  paroxytoniren
(z.  B.  ept'cSsv  Theocr.  IV  8,  sveöSev  id.  V  10);  denn  das  gleiche
Verhältniss,  wie  zwischen  Tpoxas,  vctaoq  und  -cpo^Sc,  vctawq  besteht
auch  zwischen  Infinitiven  wie  Aeysv  und  Xeyvjv,  d.  h.  die  Formen
auf  sv  sind  durch  Kürzung  aus  jenen  auf  yjv  entstanden.  Es
wäre  daher,  wenn  Infinitive  auf  sv  bei  Alkman  überhaupt
anzuerkennen  sind,  zu  schreiben:  Fr.  1 3  dei'Ssv,  76 4  ecöfev.
Wenn  es  Pap.  II  11  auch  vjiiev  heisst,  so  ist  diese  Betonung
durch  die  Analogie  der  zahlreichen  Infinitive  auf  sv  beeinflusst.
4.  In  der  Betonung  der  Genetive  pl.  weicht  der  dorische
Dialekt  in  dreifacher  Weise  vom  attischen  ab  und  in  allen
drei  Fällen  ist  die  Festhaltung  des  Ursprünglichen  oder  doch
die  strengere  Wahrung  der  Analogie  auf  Seiten  des  ersteren.
So  ist  es  a)  eine  im  Dorischen  vermiedene  Anomalie,  wenn  der
gen.  plur.  der  barytonirten  femininen  Adjectivstämme  auf  a
(nom  sgl.  masc.  oq,  neutr.  ov)  dem  Masculinum  folgend  attisch
der  Perispomenirung  sich  entzieht.  Es  ist  also  nach  Arcad.
135,  15  ots  os  v.cna  oidXsy.TOv  vj  ysviy.v;  TpoTCYjv  üt:o|asvs'.  toü  wv  siq  av,
sepwitäTac,  xuaveav,  ä[j.®oTspäv  Alcm.  Fr.  25 5  mit  Villebrun  und
Bergk  SapSi'wv  xit’  d/.pav  (codd.  axpav)  zu  schreiben,  b)  Während
die  vollere  und  ursprünglichere  Genetivendung  sätn  im  Attischen
in  ihrer  Nachwirkung  auf  den  Accent  nur  bei  den  A-Stämmen
erhalten,  überall  sonst,  auch  bei  den  ©-Stämmen,  der  abgekürzten
Endung  äm  gewichen  ist, 2  blieb  sie  im  Dorischen  nach  dem
1  Aus  Hesiod  wird  1.  c.  auch  ein  part.  aor.  auf  a;  angeführt:  Tlieog.  521
dluxto-iorj'T:  (jetzt  8r)<TE  8 1  .  .  .),  wie  nach  Cram.  an.  Oxon.  III  p.  283
auch  Herodian  las.
2  So  Schleicher  Comp.  563.  Es  lässt  sich  aber  vielleicht  der  Unterschied
zwischen  Formen  wie  ävOpdmov  und  )<ajpwv  besser  in  folgender  Weise
erklären,  bei  welcher  die  Annahme  einer  verschiedenen  Behandlung  der
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