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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

Misccllen  zum  Dialekte  Alkmans.

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prosodischer  Länge  des  aq  im  acc.  pl.  der  III.  Declination
nachweisbar  ist.  Diese  letztere  Unterscheidung-  lassen  die
Angaben  der  Alten  unberücksichtigt,  so  das  Scholion  11.  e  371;
der  Scholiast  Theocr.  1109  spricht  sogar,  um  die  Paroxytonirung
von  -xür/.a?  zu  erklären,  in  der  III.  Declination  von  dorischen
Pluralnominativen  auf  ai.  In  den  Fragmenten  des  Alkman
findet  sich  nur  ein  hieher  gehöriges  Beispiel:  Fr.  125  amaq
von  einem  Nomen  aixi?,  bei  dem  Bedeutung  und  Etymologie
feststeht  (Theor.  XII  argum.  zai  ’AXx,p,av  xa?  eixspaoxcu?  v.cpaq  aixaq
(sic)  Xeyei,  Curt.  Gr.  Nr.  586),  die  Form  und  Flexion  aber
schon  im  Alterthum  bestritten  war.  Nach  Etym.  M.  43,  40
wollte  Herodian  amaq,  das  er  aus  al'xioa?  jäitoßoArj  xou  o‘  erklärte,
während  Oros  dies  bestritt:  xa  yjStp  am  xfiiv  ei?  i?  OyjXutöv  ouz
äixoßtxÄXouat  x'o  o.  Gewiss  hat  hier  Ilerodian  abgesehen  von  dem
schiefen  Ausdrucke  der  Sache  nach  Recht:  denn  wenn  auch
in  der  Regel  die  Appellativa  auf  tq  im  Dorischen  so  gut  wie
im  Attischen  aus  ihrem  j  ein  parasitisches  o  (Curt.  Gr. 4  p.  623)
zu  entwickeln  pflegen  (Ahr.  dor.  233),  so  ist  doch  der  Kreis
der  dieses  o  entbehrenden  Wörter  im  dorischen  Dialekte  unläugbar
  ein  weiterer  als  im  attischen  und  die  Flexion  otmoq  etc.
um  nichts  auffallender  als  jene  der  nomina  propria,  die  im
Dorischen  ganz  regelmässig  das  o  verschmähen,  vgl.  0sx;o?
Pind.  01.  IX  76,  Ilapto?  Pyth.  VI  33.  Bios  die  dorische  Paroxytonirung ­
  des  (argum.  Theocr.  1.  c.  zu  oaxac  corrumpii'ten)  acc.
amaq  ist  noch  nöthig,  um  das  Wort  ganz  in  Ordnung  zu  bringen
(so  auch  das  Lemma  des  Etym.  M.  1.  c.  [wozu  freilich  die
Schlussworte  ap.sivov  ouv  Txap.cjjSvsiv  im  xou  ätnjq  schlecht  passen]
und  Hartung,  während  Bergk  bei  atxiaq  bleibt).  Fr.  69  ist  in
allen  Quellen  (s.  Bergk)  oodp.ova?  oder  oat^p.ova?  'überliefert,  aber
ebenso  consequent  durch  |j.£ptop.o6?,  oiatpEost?,  S'.atxvjsst?  erklärt.
Da  nun  Satp.ovac  (mit  dorischer  Betonung  oai|j,ova?)  obwohl
wahrscheinlich  von  Sai'eiv  stammend  (Curt.  Gr.  Nr.  256,  vgl.
schon  Schob  II.  a  222)  jene  Bedeutung  nicht  haben  kann,  so
corrigirt  Bergk  Btavop.d?;  doch  ist  kaum  zweifelhaft,  dass  Naucks
Somoväc  das  Richtige  trifft.  Das  Wort  ist  von  derselben  Wurzel
ca,  5a:  durch  das  Suffix  p.ova  (Schleicher  Comp.  p.  410)  gebildet,
wie  <pA£YP.ovr],  yapp.ov^  von  oAsy  und  yap.
3.  In  den  Endsilben  von  Formen  wie  müv.ctq,  sXüoav
erscheint  also  die  ursprüngliche,  im  Attischen  gekürzte  Länge
Sitzungsber.  d.  phil.-hist.  CI.  XCII.  Bd.  II.  Hft.  35
            
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