536
Schubert.
(aspirirt op'.-yj. Curt. Gr. 1 p. 486) gleichfalls ein Stamm opvt-Qt
anzunehmen sein wird. 1 So glauben wir denn, abweichend
von Ahrens, der z. B. in den dorischen Stücken Thuc. V 77
(lakonisch), ibid. 79 (milddorisch) ohne Beschränkung auch
k/6-neq, T.otJ.ic, ob-o~o)J.ic schreibt, aus den Angaben der Grammatiker
sowohl was ihren Wortlaut, als besonders was die
angeführten Beispiele betrifft, deren Wahl wir nicht für zufällig
halten, blos soviel schliessen zu dürfen, dass eben nur bei
Stämmen, bei denen Einbusse des ursprünglichen Auslautes
nachweisbar oder wahrscheinlich ist, die von Uranfang an
kurze Pluralendung sc für den Accent die Rolle einer Länge
spielt. Man ist zu einer derartigen Einschränkung genöthigt,
so lange man einerseits nach einer Erklärung jener dorischen
Accentuation sucht und andererseits nicht geneigt ist, etwa alle
Consonantenstämme auf I-Stämme zurückzuführen oder doch
wie im Latein im nom. plur. ihrer Analogie folgen zu lassen.
Einfacher ist die Sache beim acc. pl. der sogenannten III. Declination,
dessen dorischer Accent, sowie jener des unter c)
angeführten Falles aus der uranfänglichen Positionslänge (hier
der Endung ctvc) sich erklärt, nur dass während wir dort dem
Schluss-v recht wohl eine gleichsam dichtere und vollere Aussprache
zuschreiben können (vgl. Curt. Verbum I 2 p. 73) hier
der Accent gleich jenem des eben besprochenen nom. plur.
nichts anderes als eine reine Antiquität gewesen sein kann, in
der die Erinnerung an das ursprüngliche Verhältniss in gewisser
Weise fortlebte. Denn anzunehmen, es sei z. B. in cpubdzac,
-tor/.a? etc. das a in der That als Länge gesprochen worden,
d. h. die Ersatzdehnung des Vocals, die vielleicht anfangs
an Stelle der Positionslänge getreten war, sei auch später
erhalten geblieben, ist unzulässig, weil der allgemeine Zug des
Dorismus gerade im Gegentheil auf Verkürzung der Endsilben
ausgeht und weil bei dorischen Dichtern nirgends eine Spur
1 Nach dem Gesagten erwarten wir auch veocvISes (wie Fr. 28,), Pap. III 22
steht dafür vEstviSE;, was wir unter die fehlerhaften Betonungen des
Papyrus rechnen müssen. Auch Xaptxes von dem wohl jenes -IXE? Pap.
I 20 ein Rest ist, wäre dorisch zu paroxytoniren, wofern neben yapi ein
längerer Stamm '^api-Ti anzusetzen ist, von dem eine Weiterbildung durch
Suffix gc in yapnla Xen. Cyr. 2, 2, 13 vorliegt. Xapi-xi stünde dann neben
yapi, wie 0Ept-xi neben 0E[±’. (vgl. Curt. Gr. 4 p. 525).