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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

Miscellen  zum  Dialekte  Alkmans.

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und  zum  Theil  (so  von  Apoll,  de  synt.  213,  15,  Macrob.  de
diff.  p.  310)  freilich  unrichtig -  aus  dem  Differenzirungstriebe
der  Sprache  (um  die  3.  pl.  von  der  1.  sgl.  zu  unterscheiden)
erklärt  wird,  lässt  sich  aus  dem  Papyrus  kein  Beleg  beibringen.
Fr.  61  ist  etSov  1.  sgl.,  88  eßaXXov  corrupt  und  28 1  wäre  das
durchaus  unwahrscheinliche  oikav 1  (so  jetzt  Bergk  statt  des
bei  Athen.  IX  373  E  überlieferten  Xuaav)  wegen  des  Fehlens
des  Augmentes  als  episch  anzusehen,  und  daher  nicht  in  S6uav
zu  ändern.
ad  d)  Im  Einklänge  mit  Choerob.  Bekk.  1236  accentuirt
Bergk  Fr.  66 1  zodoec,  lässt  aber  12 1  op.aTvjpsc,  60 4  aapccYYe?,
ib.  2  zpwove<;,  ib. 4  0ijpe<;,  26 4  p-ekiydpue;  (voc.)  wie  mir  scheint  mit
Recht  unangetastet,  da  einerseits  Joannes  Gr.  243  a  ausdrücklich ­
  nur  von  0Y)Xuy.a  ovop.a-ra  spricht,  die  den  Nom.  plur.  dorisch
abweichend  vom  Attischen  paroxytoniren  sollen  und  andererseits
die  von  ihm  und  Choeroboskus  angeführten  Beispiele  die  sehr
beachtenswerthe  Eigenschaft  besitzen,  dass  sie  ursprünglich
wohl  sämmtlich  I-Stämme  waren.  Erst  unter  diesem  Gesichtspunkte ­
  gewinnt  der  Hinweis  auf  die  lateinische  Pluralendung
es  und  die  Pronominalformen  etc.  bei  Ahrens  dor.  29  seine
volle  Berechtigung  (vgl.  Schleicher  Comp.  p.  534  und  625  f.).  Die
Beispiele  des  Choeroboskus  sind:  zai'Sec  (St.  zaFi,  nom.  pl.  zaFi-£?,
  zaFj-ec,  za(F)(Sj-eij,  *nodoe-ec,  [vgl.  Curt.  Gr.  1  593  ff],  *za(8Y]c,
zai'äs5  [über  St.  zaFi  Curt.  Gr.  Nr.  387]),  alysi;  (St.  ayi  Curt.  Nr.  120),
yu'tcdv.eq  (St.  Y uva ' / -'  1-  c -  Nr.  128),  ad  Theod.  651,  16:  <pü)tei;
(St.  ffiWTt  vgl.  cioYjpoßpw?  aus  -ßpuxt,  Schleicher  Comp.  p.  453),
\\d'/eq  (St.  Ila-vt,?  W.  pd  erhalten,  nähren)  —  die  des  Joannes
Gr.  nebst  '(wcf.iv.eq  noch  x s '-p £ ?  (St.  x s F l  Curt.  Nr.  189),  vasc  (St.
vaFi) 2  und  öpvi’Oe?,  für  das  mit  Rücksicht  auf  den  Parallelismus
mit  cpvt'xs?  —  einer  hypokoristischen  Bildung  vom  St.  opvi-y.i
1  Aüaav  ist  bedenklich  von  Seite  der  Form,  da  es  auch  bei  Homer  immer
nur  eotfv  (II.  8  222,  X  263)  oder  s'Büaav  (II.  a  145)  heisst  (als  dorische
Form  könnte  ohnehin  nur  s'8uv  erwartet  werden:  Ahr.  dor.  317)  und
der  Bedeutung,  da  ouvat  ohne  Beisatz,  wie  er  etwa  II.  0  271  ouaxsv  st5
A’tavO’  gegeben  ist,  nicht  im  Sinne  von  TiTTjaasiv  stehen  kann.  Ich  vermuthe
s'[j.uaav  (dorisch  betont  sp-uaav)  vgl.  II.  to  637  [j.uaav.
2  St.  vapt:  nom.  vau;  =  (7;api:  7:au?)  =  y(s)papi:  ypaü?.  Während  hier  pt
zu  u  sich  ,verengt 4  hat,  ist  p  einfach  ausgefallen  in  dem  nom.  propr.
rpatxo(  St.  Tspap-ixo,  zu  dem  das  Fern.  T(s)pap-1x1-5,  rp°d?>  daher  Fr.  134
dorisch  Tpafxs;  zu  accentuiren.
            
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