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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

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Schubert.

Hiezu  kommen  mehrere  bisher  unbekannte  Alkmanfragmente,
  die  M.  E.  Miller  in  den  ,Melanges  de  litterature
Grecque'  Paris  1868  (ausführlich  besprochen  von  A.  Nauck
in  den  ,Melanges  Greco-Romains  tires  du  Bulletin  d’Acad.  imp.
de  Sciences  de  St-Petersbourg'  Tom.  III  (1869)  Livr.  1,
p.  103—185;  die  auf  Alkman  bezügliche  Partie  p.  107,  108)
aus  einem  Florentiner  Codex  des  Etym.  Magn.  zuerst  veröffentlicht ­
  hat.  Ich  verdanke  die  Kenntniss  derselben  Herrn
Prof.  Benndorf,  gegenwärtig  in  Wien,  der  die  Freundlichkeit
hatte  mich  darauf  aufmerksam  zu  machen.
Abgesehen  von  manchem  Räthselhaften  sind  es  folgende
Formen,  durch  welche  die  angegebene  Quelle  unsere  Kenntniss
des  Dialektes  des  lakonischen  Dichters  bereichert:
a)  '(äzpaaoc  (Miller  p.  136  x'o  51  '(dxpaoa  Ttapä  ’AXy.qävt
y.avovtcT£ov  y.axa  p,£ta7:Äacp.öv  coro  toü  ^axpocsov),  beachtenswerth
weniger  wegen  des  auch  im  Epos  und  sonst  (Curtius  Grundz. 4
602  f.)  erscheinenden  Aeolismus  der  in  den  übrigen  Fragmenten ­
  Alkmans  nicht  nachweisbar  ist,  1  als  wegen  des  a  der
Wurzelsilbe.  Da  von  Wurzeln  mit  inlautendem  e  mittelst  des
Suffixes  o  abgeleitete  Nomina  die  Ablautung  zu  o  erfordern
(cpQsp:  oöspo;,  azek.:  gtoAoc;  etc.):  so  kann  der  Bildung  ^ätpatpa
nur  die  Wurzelform  xpa®  mit  erhaltenem  Urvocal  zu  Grunde
liegen  —  ein  neuerlicher  Beleg  dafür,  dass  das  als  dorisch
überlieferte  und  zum  Theil  auch  neujonische  a  von  xäp.vw,
xpäitw,  xpaou,  cxpäcKO,  xpa/w  nicht,  wie  Ahrens  dor.  119  will,

constitutiven  Elemente  desselben,  das :  dorisch-lakonische,  epische  und
äolische,  unterschieden.  Später  hat  Ahrens  im  Philolog.  27,  p.  619—625
freilich  auf  Grundlage  eines  noch  sehr  unzulänglichen  Textes  eine  Uebersicht
  der  Dialektformen  des  inzwischen  entdeckten  ägyptischen  Papyrusfragmentes ­
  gegeben.  Einiges  hierher  Gehörige  behandelt  G.  Benseler  in
dem  Eisenacher  Programme  vom  Jahre  1872  ,quaestionum  Alcmanicarum
pars  I‘  (p.  5  sq.  de  digammate  et  Aeolismis  apud  Alcmanem  occurrentibus;
p.  6—11  de  vocalium  et  diphthongorum  mutationibus  in  carminibus
Alcmanis  exhibitis).
1  Vgl.  Pap.  II  4  II  22  oiocpaBav,  II  28  oi 1  ap.ßpoTiav;  aber  Fr.  69
ist  oiavop.a<;  verfehlte  Conjectur  Bergks  statt  des  richtigen  Soup-ovai;  [überl.
oaip.ova;];  —  es  geht  hieraus  hervor,  dass  Alkman  die  Form  nicht  als
selbständige  Präposition  [Theocrit.  XXIX  6  £a  tav  aav  to^av],  sondern
blos  als  erstes  Glied  von  Compositis  anwandte;  mit  £a-pacpa  vgl.  II.
223  £aTpc<p&ov,  Od.  o  451  ^aipEosa;  etc.
            
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