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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

Nachträge  zn  japanischer  Dialectforschung.  II.

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Krystallknospen  enthalten,  welche  sich  zu  einer  grossen  oder
kleinen  Kugel  gestalten.
Von  Arten  des  Karpfens  (kofi,  koi)  werden  verzeichnet  ikegoi
  ,Teichkarpfen/,  fi-goi  ,Eiskarpfen',  ko-goi  ,kleiner  Karpfen',
jebisu-goi  fremdländischer  Karpfen'.  Der  kleine  Karpfen  (kogoi)
  heisst  auch  mazika  (  ~K  iß  ~)j  )■  In  Mi-no  heisst  er  futsiama-goi
  ,Regenkarpfen  des  Wirbels'.
Das  Wa-mei-seo  sagt,  Pj^  ^  (ko-u-fi)  ,Verstopfung  der
Kehle'  habe  im  gemeinen  Leben  die  verderbte  Aussprache
ko-fi  (  L7  ).  Ferner  wird  ko-fi  (  Z7  )  in  dem  Wa-mei-seo
als  Lesung  von  -|-  f|f)  .geschwollene  Füsse'  angegeben.
Es  ist  dasselbe  Wort,  welches  gegenwärtig  im  gemeinen  Leben
koi-  zun  e  (  j  \iX?) lautet -
An  dem  Fusse  des  Berges  Fu-zi  liegt  ein  Dorf  Namens
ko-ß-ike-mura  ,Dorf  des  Teiches  der  geschwollenen  Füsse'.  Alle
Menschen  dieses  Dorfes  werden  von  der  genannten  Krankheit
befallen.  Der  daselbst  befindliche  Teich  erhielt  den  Namen
ko-ß-ike  ,Teich  der  geschwollenen  Füsse'.  Die  Erscheinung
hat  ihren  Grund  darin,  dass  die  Menschen  das  Wasser  dieses
Teiches  trinken.  Auch  Menschen  aus  anderen  Gegenden  ziehen
sich  die  Krankheit  zu,  wenn  sie  in  diesem  Teiche  die  Füsse
waschen.  Man  hört  auch,  dass  es  in  dem  Reiche  Tadzi-ma,
Kreis  Ja-bu,  einen  Ort  gibt,  an  welchem  alle  Bewohner  diese
Krankheit  bekommen.  Ferner  befindet  sich  an  dem  Pfeilberge
(ja-no  jama)  in  dem  Reiche  Satsu-ma  ein  Fluss.  Man  sagt,
den  Menschen,  welche  durch  diesen  Fluss  waten,  schwellen  die
Füsse  an.
Köln,  durch  ausgedrückt,  ist  die  Wurzel  von  koburu
,schmeicheln'.  Das  Zi-no  kagami  hat  für  kobüru  die  Lesung
kobu  (  Zl  7").
Kobi  (  ZI  bedeutet  auch  kogare-ifi  ,verbrannte  Reisspeise'. ­

ICofidzi  (  ZI  £  7')  ist  in  dem  Wa-mei-seo  die  Lesung’
von  U  ,  Schlamm'.  Man  sagt  auch  fidzi  (  t  ■**)•  Ko  wird
daher  für  (ko)  ,dicht'  gehalten.  In  Gedichten  wird  das
Wort  häufig  auf  kofi-dzi  (  Zl  ,Weg  der  Liebe'  bezogen.
Kofi-nomu  (ZI  tl  7  A);  ^ as  ' ü  dem  Man-jeö-siü  vorkommt, ­
  hat  die  Bedeutung:  bittend  beten.
            
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