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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

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Al  ii  li  11)  a  c  li  e  i*.

tragen  indess  durchwegs  den  Stempel  der  Echtheit.  Doch  inmitte ­
  der  Urkunde  im  Anschluss  an  die  Formel  ut  iure  proprietär ­
  io  liabeat  et  possideat  ist  die  Pön  eingeschaltet:  Et  si,
quod  fieri  non  credimus,  cdiquis  ex  successoribus  nostris  vel  quilibet
dux  seu  castaldus  vel  cdiquis  ex  ministris  reipublicae  temere  contra
lianc  nostrae  auctoritatis  praeceptum  adire  temptaverit  vel  aliquam
molestiam  aut  deminutionem  de  prefatis  rebus  seu  et  portum  facere
cognoverit,  cum  Juda  proditore  et  cum  sacrilegis  qui  sacras  deripiunt
  res  in  die  iudicii  partem  et  portionem  liabeat.  Darauf  folgt
mit  Concedimus  insuper  eine  weitere  Begünstigung, 1  schliesslich
noch  an  gewöhnlicher  Stelle  die  Strafformel:  Quod  si  quis
episcopus  hoc  nostrum  preceptum  in  magno  vel  in  parvo  irrumpere
  temptaverit  vel  in  aliquam  molestiam  vel  invasionein  in
predicta  nostra  donatione  agere  presumserit,  mitte  mancosos  auri
obrizzi  abbati  componat  et  illud  monasterium  cum  adiacentiis  a
iure  episcopatus  ultra  remotum  ad  regiam  transeat  ditionem.  Im
Vordersatz  der  ersten  Strafformel  sind  die  Worte  aliquis  ex
successoribus  nostris  entschieden  interpolirt,  dieser  selbst  aber  von
den  Verderbungen  adire,  cognoverit  abgesehen,  genuin;  zweifellos ­
  unecht  ist  der  zweite  Satz  mit  dem  bei  den  Fälschern  sehr

schreiben.  Als  Quelle  ist  genannt  ex  actis  causae  a.  1468  coram  episcopo
  Madruscensi  actae  in  arch.  priorali  civit.  s.  Elpidii.
Auch  für  nr.  142,  überliefert  in  einem  Chartular  s.  XIII  vgl.
Sichel,  Acta  2,  332  L  232,  dessen  zweiten  Theil  Sichel  bei  der  Herausgabe ­
  als  verdächtig  bezeichnete,  Forschungen  9,  419,  vermag  ich  nur
textliche  Verderbung  anzunehmen.  Dass  die  Arenga  auf  den  zweiten
Theil  heinen  Bezug  nimmt,  ist  der  Kanzlei  Karls  gegenüber,  welche  sich
in  der  Verwendung  dieser  Formel  nicht  durch  Präcision  auszeichnet,
nicht  von  Belang.  Die  Corroboration  ist  nur  verderbt,  die  Urhunden
mit  der  Eecognition  Amalberts  zeigen  hier  öfter  abweichende  Formulirung.
  Auch  die  sachlichen  Formeln  des  zweiten  Theiles  sind  correct;
selbst  absolute  concedimus  findet  einen  Beleg  im  Orig.  nr.  115.  Die  Annahme, ­
  dass  ein  Satz  oder  mehrere  Worte  ausgefallen,  welche  die  Zuweisung ­
  der  genannten  Besitzungen  an  die  Mönche  raotivirten,  hat
bedeutende  Wahrscheinlichheit  für  sich.  Das  Protoholl  ist  nicht  zu
beanstanden.
1  Diese  Stelle  concedimus  insuper  Theodotio  episcopo,  ut  quantum  in  rebus
ecclesiae  pref  ato  monasteriolo  .  .  confirmare  imperiali  auctoritate  potestatem
liabeat,  wohl  nur  verderbt;  imperiali  auctoritate  dürfte  mit  concedimus  zu
verbinden,  confirmare  etwa  in  conferre  zu  emendiren  sein.
            
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