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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

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Mühlbache  r.

ungewöhnlicheren  Attribute  dei  gratia  —  und  die  Adresse
Hubaldo  comes  fideli  nostro  salutem 1  schliesst  sieb  die  Publieationsformel
  noverit  prudentia  tua.  An  den  Befehl  ideoque  te
monemus  et  praecipiendo  iniungimus 2  knüpft  sich  die  Einschärfung ­
  sicuti  gratiam  nostram  desideras. 3  Dem  Gruss  in  der
Adresse  entspricht  die  Salutatio  am  Schlüsse  Vale  in  domino.
Corroboration  und  Schlussprotokoll  fehlen. 4  Zwei  andere  Mandate ­
  für  Montierender  gehören  wahrscheinlicher  Karl  dem
Kahlen  an. 5

1  Salutem  in  Mandaten  der  späteren  Karolingerzeit  bis  Karl  III.  nur  unter
Ludwig  dem  Deutschen,  Wartmann  U.  B.  von  St.  Gallen  2,  54,  183
(B.  836).
2  Aehnlich  in  den  Mandaten  monemus  atque  praecipimus  Ludwig  II.  Mem.
di  Lucca  4 b ,  53,  praecipimus  et  omnimodis  iubemus  Lothar  I.  M.  G.  SS.
2,  677,  volumus  atque  praecipimus  Ludwig  der  Deutsche  B.  836,  praecipimus ­
  B.  739  =  Arnolf,  M.  B.  31,  128,  ungedr.  Mandat  Ludwigs  II.  für
Montalniate,  volumus  Ludwig  der  Deutsche,  verbo  nostro  decernimus  Arnolf, ­
  Wartmann  2,  54,  290,  expresse  mandamus  Arnolf,  Wilmans  263.
3  Schon  in  einer  Marculfischen  Formel  si  gratia  nostra  optatis  habere
Roziere  nr.  703.  In  dem  überarbeiteten  Mandate  Ludwigs  II.  Mem.  di
Lucca  5 b ,  419  sicuti  gratiam  suam  adimplere  cupissent;  ausser  diesem  nur
noch  in  einigen  Mandaten  der  Auftrag  die  Uebertreter  vor  das  Königsgericht ­
  zu  stellen,  Wartmann  2,  54,  183  (in  Fassung  der  Pönformel),
Mandat  Lothars  I.  für  St.  Mihiel,  Ludwigs  II.  für  Montamiate.
4  Der  Schlussgruss  Valete  omnes  feliciter  in  Christo  nur  in  den  beiden
Mandaten  Ludwigs  des  Deutschen  für  St.  Gallen.  Sonst  sind  die  Mandate ­
  mit  Ausnahme  von  Wartmann  2,  54  auch  mit  der  Corroborationsformel
  versehen,  welche  indess  nur  die  Besieglung,  aber  nicht  auch  die
königliche  Unterschrift  ankündigt;  wahrscheinlich  ist  diese  nur  von
Copisten  beigefügt  in  den  Mandaten  für  Kempten  M.  B.  31,  79  (B.  739),
128;  Datirung  nur  in  B.  663,  739,  836,  M.  B.  31,  128,  Wilmans  263.
5  Sickel,  Acta  2,  305  L  50  glaubte  dieselben,  beide  im  Chartular  dieses
Klosters  überliefert,  Karl  III.  zuschreiben  zu  sollen,  schränkte  aber
a.  a.  0.  447  seine  Ansicht  dahin  ein,  dass  sie  jedenfalls  nicht  Karl  dem
Grossen  angehören.  Das  eine  Mandat,  dessen  vollständigen  Text  ich
nur  aus  der  Abschrift  Arndts  kenne  —  es  ist  schon  erwähnt  Mabillon,
Ann.  3,  187  mit  der  Bemerkung  Caroli  an  Calvi?  —  trägt  den  Titel
Karolus  divina  ordinante  providentia  imperator,  das  zweite,  d’Arbois  de
Jubainville  Ducs  de  Champagne  1,  434,  Karolus  dei  —  wohl  verderbt
aus  divina  —  favente  clementia  augustus  et  triumpliator  perpetuus.  Dieser
ist  in  seinem  ersten  Theile  der  gewöhnliche  Karls  III.,  das  Epitheton
triumpliator  lieferte  sogar  eine  freilich  nicht  auf  einem  echten  Diplome
beruhende  Formel,  Roziere  nr.  150;  auch  der  erstere  tritt  vereinzelt  in
            
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