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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

Die  Urkunden  Karls  III.

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Im  Ganzen  auch  die  verhältnissmässig  häufigen  Restitutionen. ­
  Der  technische  Ausdruck  restituere  findet  sich  zwar
gewöhnlich  in  der  Petitio, 1  doch  die  Verleihung  selbst  bietet
nur  selten  restituimus  ; 2  dafür  etwa  auch  reddimus  et  condonamus
  donaiumque  in  perpetuum  esse  definimus. 3  Die  Festigungstormein ­
  am  Schlüsse  stimmen  mit  jenen  der  Besitzbestätigungen
überein.
Von  den  Restitutionen  gehören  zwei  Drittel  (10)  Westfrancien
  an, 4  dem  Lande,  über  das  Karl  am  kürzesten  herrschte,
hier  vielleicht  auch  theilweise  der  Preis,  um  grössere  Anerkennung ­
  zu  gewinnen.  Westfränkischen  Ursprungs 5  ist  auch

1  nr.  57,  118,  122,  131,  148,  reddere  in  nr.  151,  171.  Die  letzte  Urkunde
für  Mäcon  ist  in  dem  jetzt  nur  mehr  in  Copie  des  18.  Jahrhunderts  erhaltenen ­
  Chartular  zweimal  in  etwas  abweichender  Form  eingetragen;
die  bedeutendste  Variante  ist,  dass  die  eine  Recension  quia  Leduardus
ven.  episcopus  atque  dilectus  archicancellarius  nostram  adiit  clementiam,  .  .
die  andere  die  noch  mehr  verderbte  Namensform  Wicardus  mit  denselben
Titeln  gibt,  Ragut,  Cart.  de  St.  Vincent  de  Mäcon  55,  90.  Es  ist  bestimmt ­
  ein  und  dieselbe  Urkunde  und  nur  eine  Eigenthümlichkeit  dieses
Chartulars  die  gleiche  Urkunde  auch  zweimal  an  verschiedener  Stelle
—  so  etwa  Ragut  67  nr.  87  =  123  nr.  190  —  zu  gehen.  Die  Zugehörigkeit ­
  zu  Karl  III.  ist  durch  die  Intervenienz  Liutwards  und  die  Recognition
  Madalbertus  (Amalberlus)  not.  sichergestellt.  Wie  schon  die  älteren
Drucke  St.  Julien  Or.  des  Bourgongnons  272  =  Gallia  Christ.  4 b ,  263,  so
schreibt  auch  noch  Ragut  beide  Fassungen  Karl  dem  Grossen  zu  und
setzt  die  eine  zu  801,  die  andere  zu  802—810,  obgleich  sie  schon  Bouquet
9,  345  nr.  13  Karl  III.  zutheilt  vgl.  Sickel,  Acta  2,  301  L  21.  Aus
dem  Wicardus  machte  mau  noch  dazu  einen  Bischof  von  Mäcon  und  als
solcher  (Wichardus  Matisconensis  episc.  et  archicanc.)  figurirt  er  sogar
noch  im  Register  von  Ragut  p.  546  und  bei  Gams,  Series  episc.  572.
2  nr.  126,  restituimus  et  restituendo  decernimus  nr.  148,  restiluendo  delegamus
nr.  123,  restituimus  et  in  perpetuum  confirmamus  nr.  93;  statt  dessen
auch  einfach  concessimus  nr.  59.
3  nr.  131,  reddidimus  nr.  177;  das  entrissene  Gut  wird  als  res  iniuste
abstraclae,  indebite  substractae  nr.  151,  148,  157  bezeichnet.
4  Für  Deutschland  nur  nr.  59  =  B.  855,  also  Bestätigung,  und  nr.  177  für
Liutwards  Neffen  Adalbert,  für  Italien  nr.  93  für  Bergamo,  nr.  57  für
Vercelli.
6  B.  1638,  1706,  1733,  1757,  1770,  1773,  1774,  Tardif  132,  Bouquet  8,  621,
drei  Urk.  für  Chälons  (M.  G.);  Feier  des  Jahrtags  ohne  refectio  B.  1632,
1684,  1699,  dagegen  refectio  ohne  bestimmte  Feier  B.  1682,  1701,  1710,
1718,  1750,  1777,  1779,  Tardif  135,  Guerard,  Cart.  de  St.  Bertin  119
vgl.  die  Urkunde  Ludwigs  des  Frommen  für  St.  Denis  L  310.
Sitzungsler.  d.  phil.-hist.  CI.  XCII.  Bd.  II.  Hft.  30
            
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