Die Urkunden Karls III.
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Im Ganzen auch die verhältnissmässig häufigen Restitutionen.
Der technische Ausdruck restituere findet sich zwar
gewöhnlich in der Petitio, 1 doch die Verleihung selbst bietet
nur selten restituimus ; 2 dafür etwa auch reddimus et condonamus
donaiumque in perpetuum esse definimus. 3 Die Festigungstormein
am Schlüsse stimmen mit jenen der Besitzbestätigungen
überein.
Von den Restitutionen gehören zwei Drittel (10) Westfrancien
an, 4 dem Lande, über das Karl am kürzesten herrschte,
hier vielleicht auch theilweise der Preis, um grössere Anerkennung
zu gewinnen. Westfränkischen Ursprungs 5 ist auch
1 nr. 57, 118, 122, 131, 148, reddere in nr. 151, 171. Die letzte Urkunde
für Mäcon ist in dem jetzt nur mehr in Copie des 18. Jahrhunderts erhaltenen
Chartular zweimal in etwas abweichender Form eingetragen;
die bedeutendste Variante ist, dass die eine Recension quia Leduardus
ven. episcopus atque dilectus archicancellarius nostram adiit clementiam, . .
die andere die noch mehr verderbte Namensform Wicardus mit denselben
Titeln gibt, Ragut, Cart. de St. Vincent de Mäcon 55, 90. Es ist bestimmt
ein und dieselbe Urkunde und nur eine Eigenthümlichkeit dieses
Chartulars die gleiche Urkunde auch zweimal an verschiedener Stelle
— so etwa Ragut 67 nr. 87 = 123 nr. 190 — zu gehen. Die Zugehörigkeit
zu Karl III. ist durch die Intervenienz Liutwards und die Recognition
Madalbertus (Amalberlus) not. sichergestellt. Wie schon die älteren
Drucke St. Julien Or. des Bourgongnons 272 = Gallia Christ. 4 b , 263, so
schreibt auch noch Ragut beide Fassungen Karl dem Grossen zu und
setzt die eine zu 801, die andere zu 802—810, obgleich sie schon Bouquet
9, 345 nr. 13 Karl III. zutheilt vgl. Sickel, Acta 2, 301 L 21. Aus
dem Wicardus machte mau noch dazu einen Bischof von Mäcon und als
solcher (Wichardus Matisconensis episc. et archicanc.) figurirt er sogar
noch im Register von Ragut p. 546 und bei Gams, Series episc. 572.
2 nr. 126, restituimus et restituendo decernimus nr. 148, restiluendo delegamus
nr. 123, restituimus et in perpetuum confirmamus nr. 93; statt dessen
auch einfach concessimus nr. 59.
3 nr. 131, reddidimus nr. 177; das entrissene Gut wird als res iniuste
abstraclae, indebite substractae nr. 151, 148, 157 bezeichnet.
4 Für Deutschland nur nr. 59 = B. 855, also Bestätigung, und nr. 177 für
Liutwards Neffen Adalbert, für Italien nr. 93 für Bergamo, nr. 57 für
Vercelli.
6 B. 1638, 1706, 1733, 1757, 1770, 1773, 1774, Tardif 132, Bouquet 8, 621,
drei Urk. für Chälons (M. G.); Feier des Jahrtags ohne refectio B. 1632,
1684, 1699, dagegen refectio ohne bestimmte Feier B. 1682, 1701, 1710,
1718, 1750, 1777, 1779, Tardif 135, Guerard, Cart. de St. Bertin 119
vgl. die Urkunde Ludwigs des Frommen für St. Denis L 310.
Sitzungsler. d. phil.-hist. CI. XCII. Bd. II. Hft. 30