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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

Die  Urkunden  Karls  III.

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Diesem  ausschliesslichen  Gebrauche  von  anulus  und  bulla
stellt  sich  nur  eine  einzige  verbürgte  Ausnahme  gegenüber  in
einem  durch  das  ganze  Dictat  auffallenden  Original 1  mit  sigilli

II.  Kaisersiegel.
1.  Leg.:  KAROLVS  IMPERATOR.  Abguss  Röckl  20  von  nr.  74;
Abbildungen  Schannat  Vindiciae.  Vr,  Falke  t.  I  nr.  4,  Böhmer
C.  d.  Franc.  1,  Heffner  I  nr.  6  vgl.  Muratori  Ant.  2.  47;
1,  559;  Beschreibung  Wartmann  2,  237;  Vorkommen  nr.  68,  70,
74,  76,  97,  102,  129,  137,  138,  148,  156,  158,  172,  175.
2.  Leg.:  KAROLVS  VP  AGS;  Beschreibung  Wartmann  2,  225  von
der  einen  Ausfertigung  von  nr.  41.  Nach  K.  Pertz  ist  das  0
besonders  klein.  Vielleicht  damit  identisch  das  bei  Muratori
Ant.  3,  öl  abgebildete  Siegel  von  nr.  48.
3.  Leg.:  KAROLVS  IMP  A/GS.  Abguss  Röckl  19,  22  von  nr.  61,
110;  Abbildung  M.  B.  11  t.  1  nr.  7;  Beschreibung  Wartmann
2,  233;  Vorkommen  nr.  61,  63,  110,  115.
4.  Siegel  ohne  Legende,  Abbildung  Muratori  3,  753  von  nr.  31.
III.  Bullen.
1.  Avers  :  KAROLVS  *  ÄP  *  AGS,  Revers  umschlossen  von  einem
Lorbeerkranz:  RENo  |  VATIo  |  REGNI  |  FRANc  |  .  Abguss
Röckl  21  von  nr.  77;  Abbildungen  Heineccius  I,  9,  Mabillon,
Dipl.  supl.  48  =  N.  Traite  4,  113,  Liber  probat  s.  Emmerami
t.  V  von  nr.  77;  Beschreibung  Wartmann  2,  225;  Vorkommen
nr.  41  (zweite  Ausfertigung),  69,  77,  96,  135.
2.  Avers:  KAROLVS  6PR  A7GS  (nach  K.  Pertz),  Revers  gleich
der  vorigen;  Beschreibung  Wartmann  2,  265  von  nr.  166.
Ob  die  Bulle  Douet  d’Arcq  nr.  10880  vgl.  die  Abbildung  Mabillon, ­
  Dipl.  supl.  48  nr.  6  =  N.  Traite  4,  121  —  die  Lesung  der
Aversseite  gegenüber  dem  Abguss  unrichtig  —  Karl  III.  angehöre,
scheint  mir  sehr  fraglich.
Ueber  die  für  die  Frage  über  den  Zeitpunkt  der  Besieglung  in
Betracht  kommende  Stellung  des  Siegels  findet  sich  im  Apparat  der
M.  G.  nur  bemerkt,  dass  dieses  oberhalb  des  Recognitionszeichens  (in
nr.  67,  137),  des  Wortes  recognovi  (nr.  70),  zwischen  Recognition  und
Text  (nr.  102)  und  mitten  im  Recognitionszeiehen  (nr.  157,  172)  aufgedrückt ­
  sei.  nr.  15  wurde  erst  nach  der  Datirung  gesiegelt,  da  ein
Tlieil  derselben  durch  das  Siegel  verdeckt  ist.
Die  Bullenschnur  war  theils  weiss  —  K.  Pertz  constatirt  für
nr.  41,  69  weisse  Seide,  für  nr.  96,  166  weissen  Zwirn  —  theils  rotli
wie  in  nr.  135.
1  nr.  85,  Recogn.  Liutfred.  Sonderbar  namentlich  der  Schluss:  Et  ut  hoc
nostrae  munificentiae  largimentum  ad  securitatem  praedicti  Johannis
presbyteri  aut  cuicumque  dederit  ßrmiorem  in  dei  nomine  oplineat  vigorem,
videlicet  ea  ratione  ut  nullus  .  .  .  lianc  nostri  praec.epti  oblationem  aliquo-Sitzungsber.
  d.  phil.-hist.  CI.  XCII.  Bd.  II.  Hft.  29
            
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