Die Urkunden Karls III.
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Diesem ausschliesslichen Gebrauche von anulus und bulla
stellt sich nur eine einzige verbürgte Ausnahme gegenüber in
einem durch das ganze Dictat auffallenden Original 1 mit sigilli
II. Kaisersiegel.
1. Leg.: KAROLVS IMPERATOR. Abguss Röckl 20 von nr. 74;
Abbildungen Schannat Vindiciae. Vr, Falke t. I nr. 4, Böhmer
C. d. Franc. 1, Heffner I nr. 6 vgl. Muratori Ant. 2. 47;
1, 559; Beschreibung Wartmann 2, 237; Vorkommen nr. 68, 70,
74, 76, 97, 102, 129, 137, 138, 148, 156, 158, 172, 175.
2. Leg.: KAROLVS VP AGS; Beschreibung Wartmann 2, 225 von
der einen Ausfertigung von nr. 41. Nach K. Pertz ist das 0
besonders klein. Vielleicht damit identisch das bei Muratori
Ant. 3, öl abgebildete Siegel von nr. 48.
3. Leg.: KAROLVS IMP A/GS. Abguss Röckl 19, 22 von nr. 61,
110; Abbildung M. B. 11 t. 1 nr. 7; Beschreibung Wartmann
2, 233; Vorkommen nr. 61, 63, 110, 115.
4. Siegel ohne Legende, Abbildung Muratori 3, 753 von nr. 31.
III. Bullen.
1. Avers : KAROLVS * ÄP * AGS, Revers umschlossen von einem
Lorbeerkranz: RENo | VATIo | REGNI | FRANc | . Abguss
Röckl 21 von nr. 77; Abbildungen Heineccius I, 9, Mabillon,
Dipl. supl. 48 = N. Traite 4, 113, Liber probat s. Emmerami
t. V von nr. 77; Beschreibung Wartmann 2, 225; Vorkommen
nr. 41 (zweite Ausfertigung), 69, 77, 96, 135.
2. Avers: KAROLVS 6PR A7GS (nach K. Pertz), Revers gleich
der vorigen; Beschreibung Wartmann 2, 265 von nr. 166.
Ob die Bulle Douet d’Arcq nr. 10880 vgl. die Abbildung Mabillon,
Dipl. supl. 48 nr. 6 = N. Traite 4, 121 — die Lesung der
Aversseite gegenüber dem Abguss unrichtig — Karl III. angehöre,
scheint mir sehr fraglich.
Ueber die für die Frage über den Zeitpunkt der Besieglung in
Betracht kommende Stellung des Siegels findet sich im Apparat der
M. G. nur bemerkt, dass dieses oberhalb des Recognitionszeichens (in
nr. 67, 137), des Wortes recognovi (nr. 70), zwischen Recognition und
Text (nr. 102) und mitten im Recognitionszeiehen (nr. 157, 172) aufgedrückt
sei. nr. 15 wurde erst nach der Datirung gesiegelt, da ein
Tlieil derselben durch das Siegel verdeckt ist.
Die Bullenschnur war theils weiss — K. Pertz constatirt für
nr. 41, 69 weisse Seide, für nr. 96, 166 weissen Zwirn — theils rotli
wie in nr. 135.
1 nr. 85, Recogn. Liutfred. Sonderbar namentlich der Schluss: Et ut hoc
nostrae munificentiae largimentum ad securitatem praedicti Johannis
presbyteri aut cuicumque dederit ßrmiorem in dei nomine oplineat vigorem,
videlicet ea ratione ut nullus . . . lianc nostri praec.epti oblationem aliquo-Sitzungsber.
d. phil.-hist. CI. XCII. Bd. II. Hft. 29