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Mühlbache r.
Beide haben sich nur abschriftlich erhalten. Die eine, nr. 132,
findet sich im Stabloer Chartular zu Brüssel 116 B, f. 26' 1
mit der Recognitiou Ainulbartus (Amalbevtus) ad vicem Liutberti
arckicancellarii; die zweite, nr. 143, hat Martene aus dem
jetzt verlorenen Chartular von St. Martin in Tours veröffentlicht;
2 diese trägt die Kanzleifertigung Amalbertus cancellarius
ad vicem Autberti arcliicancellarii, welche nur in Liutberti eineudirt
werden kann. Scheint die Aehnlichkeit der Namen Liutward
und Liutbert eine Verwechslung nahe zu legen, so ist
sie hier doch nicht wahrscheinlich. Das Stabloer Chartular
bringt f. 22' eine Urkunde Ludwigs III., 3 die allerdings ad
vicem Liutberti arcliicancellarii gefertigt ist, aber f. 25' 4 ein
anderes Diplom Karls III. 5 mit der Recognition ad vicem
Liutwardi arcliicancdlarii; auf diese folgt die oben erwähnte
Urkunde, eine weitere in Liutberts Namen gefertigte fehlt.
Durch diese handschriftliche Ueberlieferung hat die Annahme,
der Copist habe den Namen Liutberts, welchen er von der
vorangehenden Urkunde im Gedächtniss haben mochte, aus
Versehen hier wiederholt, keine Wahrscheinlichkeit für sich.
Entschiedener noch scheint die Sache im zweiten Falle zu
liegen. Das Chartular von St. Martin bewahrt noch drei Urkunden
Karls III., 6 welche sämmtlich ad vicem Liutwardi gefertigt
sind; ein Grund zur Verwechslung konnte um so weniger
vorliegen, als der Name Liutbert dem Copisten sonst ganz
unbekannt war. 7 Wenn dies, so erübrigt kaum eine andere
Annahme, als dass die beiden Diplome erst unter der Amts-1
Das Brüssler Chartular wurde für die M. G. von Arndt abgeschrieben,
jenes in Düsseldorf von K. Pertz: liier die Urkunde f. IS 1 .
2 Jetzt sind nur noch neuere Copien erhalten, Habille, La Panearte noire
79, nr. 32.
3 B. 884; im Chartular zu Düsseldorf f. 16.
4 Im Chartular zu Düsseldorf f. 18.
5 nr. 66.
6 nr. 141, 167, 168 vgl. Mabille 104 nr. 74, 78 nr. 31, 101 nr. 67.
7 Ganz ausgeschlossen ist indess auch eine so weit gehende Verderbung
des Namens nicht; so bietet Mabillon Anu. 3, 261 aus einer Copie in
der Becognition von nr. 168 ad vicem Ansberti, während alle übrigen
Drucke Liutardi geben.