Nachträge zu japanischer Dialectforschung. II.
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werden an den Spitzen dünn geschabt und dem Riedgras
(tsu-bana) ähnlich gemacht. Man sagt, dass man dieselben auch
zu Vorgesetzten macht, wenn man den Geistern opfert.
^ llj’ (ke-no) ist der ursprüngliche Name eines Reiches.
Dasselbe wurde später in ein oberes und unteres getheilt.
jt m hat in dem Wa-mei-seo die Lesung kami-tsu ke-no ,das
obere Ke-no‘. t m hat ebendaselbst die Lesung simo-tsu
ke-no ,das untere Ke-no'. Gegenwärtig sagt man kbdzuke
( ) unc ^ simotsuke ( ^ )•
Das in dem Kami-jo-bumi vorkommende ke-no ara-mono
ke-no nigo-mono ,Wesen mit rauhen Haaren, Wesen mit weichen
Haaren' bezeichnet Vögel und vierfüssige Thiere.
Ke-baja hat die Bedeutung ke-baja ,schnell von Geist'.
In dem Sei-sui-ki heisst es sib-zoku ke-baja-ni miju ,der Anzug
erscheint lebhaft'. Es ist ein Ausdruck wie ke-zajaka ,hell
von Geist'.
~~J\ (ge)-bi ,niedrig, gemein' ist ein Wort der gewöhnlichen
Sprache, welches dem Worte ± (zib)-bi, vorzüglich, vornehm'
entgegengesetzt ist. Bi ist die Zusammenziehung von buri
,Art, Weise'. Aehnliche Wörter sind mija-bi ,Weise des
Palastes, zierlich', fina-bi ,Weise der Landstadt, bäuerisch'.
Kefu, keo ( £• )7 ) ,heute' steht für kono ß oder ko-fi
,dieser Tag'. Ko und ke, ferner fi und fu gehen in einander
über. Man liest auch kofu ( Z! (7 )■
Ke-fu (7r7) ,eine Art Tuch aus dem östlichen Mutsu'
ist das abgekürzte Koje von (keu-fu) ,enges Tuch'.
Man sagt sonst ke-fu-no foso-nuno ,enges Tuch, dünnes Tuch'
und ke-fu-no seba-nnno ,enges Tuch, enges Tuch'. 1 In der
Gegend von Tsu-garu bereitet man daraus Kleider für die
Bestellung der Aecker. Man sagt, dass es auch takuri-nuno
{'17 7 0 y) genannt wird. In einem erdbeschreibenden
Werke heisst es, dass dieses Tuch (foso-nuno) aus dem Bezirke
I-fo kommt. Gegenwärtig ist i-fo ( "f 7 ) der Name einer
Gattung Tuches.
1 Dieselbe Bedeutung im Koje und Jomi. Doch ist die gewöhnliche Schreibweise
vou ke-fu sonst (ke-fu).