Nachträge zu japanischer Dialectforschnng. II.
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Krankheit (bib-ki) nennt, wird für ein entgegengesetztes Wort
gehalten. Das Wort soll denselben Sinn haben, wie das in den
Worten der Vermeidung vorkommende igl (nctguscimi) ,Trost',
welches für Krankheit gesagt wird.
Kuwa-u-zin ( iV) ist das Koje von ]Jj|j]
,der wüste Gott'. Das Wort wird im gemeinen Leben für
kamado-no kanii ,Gott des Herdes' gebraucht, kommt jedoch
in den Erklärungen der Lehre Buddha’s nicht vor. Das Jomi
der obigen Zeichen ist araburu kami ,grausame Götter'. Man
findet es in dem Ko-zi-ki.
Ke ist das Jomi von ^ ,Luft, Geist'. Es ist nicht das
Koje. Dieses ist ki ( ).
Ge, die Trübung von ke ,Luft' bezeichnet in Gedichten
den Zustand der Sache. So na-ge ,das Nichts', ivosi-ge ,das
Bedauerliche', uresi-ge ,das Erfreuliche', medzurasi-ge ,das
Merkwürdige'.
Ke statt ki ,Baum' ist ein Uebergang des Lautes. Ebenso
ke statt ki ,kommen'.
In dem Geschlechte Gen wird in den Fällen, wo kare
,desswegen' (Abkürzung von lcaru-ga ju-je) gesagt werden
sollte, ke ( ) gesagt. Die Rückkehr von ka re ist re. Es
heisst, dass noch gegenwärtig in den Gränzorten nicht karu-ga
ju-e oder kare, sondern ke gesagt wird.
Ke ist ferner das Koje von n ,Gränze'. Das Gen-zimono-gatari
sagt in diesem Sinne ke-kake-taru ,eine Gränze
angebracht'. Noch gegenwärtig sagt man ke-wo fiku ,Gränzen
ziehen', d. i. auf dem Papiere Linien ziehen. In dem Ausdrucke
ff (lce-biki) ,Linien des Papiers' hat ff die Bedeutung
kudari ,Zeile'. In dem Jen-gi-siki findet sich dafür
nm (ke-ran) ,Gitter der Gränze'. Ebenso findet sich ^ |j|]
(u-si-ran) ,Gitter der schwarzen Fäden' und # ^ ^ (fanagata-ke)-wo-utsu
,Gränzen der Blumengestalt entwerfen'.
In das Papier Büge (■wori-me) machen und etwas darauf
schreiben, nennt man wori-ke ,gebrochene Gränzen oder Linien'.
Die weissen Linien nennt man kb-gai-ge ,Haarnadellinien'.