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Bü dinger.
nach Eulenberg gebracht werden solle, ob man ihn schliessen
soll oder nur so per Kallesch mit hinlänglicher Bedeckung.
Braunseifen, den 8 ton November 1794.
Jos. Richter,
Stadt-V erwalter.
P. S. Ohne Zweifel werden Sie wohl dieses Glück dem
Herrn Commandanten in Ollmütz anzeigen. Er sagte, er seye
spazieren geritten und auf diese Art entkommen/
Nr. 4.
Copie. (Staatsarchiv.)
,Aussage des Eullenberger Oberamtmanns Anton Cremer über
die Art der vollführten Handfestmachung und Anherlieferung
des entwichenen Staatsgefangenen La Fayette dd° 9 ton 9ber 1794.
Laut der hier exhibierenden Originalbeilage und respective
von dem Braunseifer Stadtverwalter Joseph Richter an mich
abgestatteten Bericht Nachts um 12 Uhr, ist gestern der Braunseifer
Bürger Joseph Drexler in der siebenten Stunde Abends
zu dem besagten Stadtverwalter gekommen und zeigte an, er
habe einen unbekannten Menschen auf der Strasse von Herzogsdorf
gegen Braunseifen angetroffen, welcher ihn angesprochen,
reitend den Weg nach Neisse in Preussisch Schlesien zu weisen,
er wolle ihme einige Dukaten bezahlen; er, Drexler, habe ihme
auch solches versprochen, und er begleitete ihn bis zu der
ersten Scheuer bei Braunseifen. Dort sagte er, Drexler, zu
ihm, Flüchtling, er seye ein Mann von Weib und Kindern und
besesse eine Wirthschaft, die er nicht verlassen könnte; er
wolle ihm aber deine ungeachtet einen Taglöhner nebst seinem
Pferd zum Wegweiser geben, sagte ihme, er sollte nur hier
bei der Scheuer seiner warten, bis er käme. Der Verdacht
wachse in ihm immer mehr, weil er, Flüchtling, sehr gebrochen
Deutsch sprach und man denen gesamten Unterthanen nachdrücklich
eingebunden hatte, dass selbe vorzüglich auf jene
fremde Leute aufmerksam seyn sollen, welche nur der französischen
Sprache kundig sind oder gebrochen Deutsch reden.