Lafayette in Oesterreich.
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amerikanischen Geldunterstützung'en für die Reise der Gefangenen
lehnte er aber mit der Erklärung ah, dass dieselbe auf
Kosten des Hofes erfolgen werde; nur besondere Ausgaben der
Familie Lafayette für Gegenstände der Bequemlichkeit oder
des Vergnügens 1 glaubte er von den Amerikanern bestreiten
lassen zu dürfen.
Und so erfolgte unter Leitung des Oberstwachtmeisters
(Majors) von Auernhammer, dessen Benehmen die Reisenden
sehr rühmten, 2 wie dieser das ihrige, 3 am 18. September die
Abfahrt aus Olmütz 4 in drei Reisewagen; 5 am 24. waren
die früheren Gefangenen in Dresden, von wo Romeuf ihnen
folgte. 6 Am 4. October langten sie unter den im Eingänge
dieser Untersuchung geschilderten Freudenbezeugungen in Hamburg
an.
Nach Buol’s Bericht war an diesem Tage Parish bei
ihm zu Tische; dann hätten sich Beide in Parish’s Wohnung
begeben, wo sich auch Morris eingefunden habe. 7 Nach Morris’
Tagebuch speiste dieser bei Buol; erst nach fünf Uhr sendet
hier Parish Nachricht, dass die Gefangenen angelangt seien;
hierauf bringt vielmehr Morris den kaiserlichen Gesandten zu
1 Anhang L und O: depenses particulieres, dann depenses pour des objets
de commoditS et d’agrement. Parish klagte doch später bei dem kaiserlichen
Gesandten in Hamburg, dass sie dort in zwei Tagen im Gasthause
hundert Ducaten gebraucht hätten (Anhang N, n. 3). Die Militärkasse
wendete für die Reise 4000 fl. auf. Anhang K.
2 Anhang N n. 2 und P; einem Schreiben Buol’s an den Hofkriegsrath
vom 9. October 1797 entnehme ich, dass Auernhammer auch ein ihm
von den Entlassenen ,angetragenes, nicht unansehnliches Geschenk auf
eine edle Weise ausgesehlagen habe 1 . (Registr. d. Reichskriegsministeriums
1797, G, Bd. 24, p. 5352 n. 10649).
3 Eltz an Thugut. Dresden, 25. Sept. 1797 (Staatsarchiv).
4 Registr. d. Reichskriegsmin. 1797 G. Bd. 22 p. 4803 u. 96G7 flgde.
5 Die Quittungen über den Empfang der bei dem Festungseommando bis
dahin deponierten Baarschaften, Schmucksachen u. s. w. Unterzeichneten
Lafayette und Gemahlin, sowie Maubourg erst nach Streichung ihrer Adelstitel,
,Pusy jedoch ausgenommen', wie auf besonderm Blatte richtig mit
einer Entschuldigung wegen des Aussehens dieser ,spdcifications‘ bemerkt
wird. A. a. O. G. n. 11921.
0 Eltz an Thugut, 2. Oct. 1797 (Staatsarchiv).
7 Anhang N, n. 3.
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