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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

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B  ü  d  i  ij  g  e  r.

Thugut  war  zu  scharfsichtig,  um  nicht  die  Verlegenheit
zu  erkennen,  in  welcher  sich  Clarke  mit  seinen  guten  Absichten
befand.  Er  antwortete  daher,  wie  schon  früher  bemerkt
(12.  August  1797),  dass  die  kaiserliche  Regierung  die  Gefangenen ­
  längst  entlassen  hätte,  wenn  man  nur  wisse,  wohin  man
sie  bringen  könne.  ,Lafayette  schien  aber'  —  so  fährt  er  fort 1
—,darauf  zu  bestehen,  nach  Frankreich  zurückkehren  zu  wollen'.
Ein  Actenstück,  auf  das  diese  Behauptung  sich  gründete,  habe
ich  nicht  gefunden;  an  ihrer  Richtigkeit  lässt  sich  nach  Lafayette’s
  Verfahren  als  er  in  Holstein  die  volle  Freiheit  und
seine  Gemahlin  den  dringenden  Wunsch  hatte,  nach  Amerika
auszuwandern,  durchaus  nicht  zweifeln. 2  Von  diesen  Schwierigkeiten ­
  sprach  Thugut,  nachdem  er  seinem  Aerger  über  Lafayette,
die  Menschenrechte  und  den  neuerlichen  Revers  gründlich
Luft  gemacht  hatte,  wohl  auch  mit  Romeuf 3  und  versicherte
Clarke  schliesslich,  dass  schon  seit  einiger  Zeit  durchaus  kein
weiteres  Hindex-niss  gegen  die  Befreiung  bestanden  habe.  4
Inzwischen  war  über  den  künftigen  Aufenthalt  der  Gefangenen
mit  Clarke’s  Secretär  Perret  in  Wien  mündlich  vei’handelt
worden  und  damals  zuerst  ist  —  doch  wohl  nach  einer  Aeusserung
  Lafayette’s  (vgl.  Anm.  2)  —  der  Gedanken  aufgetaucht,
Lafayette  dem  ehemaligen 5  Consul  der  Vereinigten  Staaten
1  Die  beiden  ersten  Sätze  von  Thugut’s  Antwort  sind  bereits  oben  S.  244,
Anm.  4  gegeben.  Dann  folgt:  et  de  son  cot/:  M r  de  la  Fayette  a  paru
insiste  k  vouloir  retourner  a  France.  Den  Verfolg  des  Briefes  geben
die  Anm.  4  und  S.  253  Anm.  2.
2  Lafayette  29.  Doch  sagt  er  privatim  zu  Cliasteler  nach  dessen  im  Anhang ­
  E  abgedruckten  Berichte  nur:  Je  vous  dirai  bien,  comme  M r  de
Chasteler,  que  mon  dessein  est  toujours  d’aller  en  Amerique;  mais  que,
prive  de  toutes  nouvelles  pres  de  quatre  ans,  je  ne  puis  savoir  dans  quel
etat  y  sont  mes  affaires;  je  desirerais  donc  dans  le  cas  ou  S.  M.  l’empereur
me  rendit  ma  liberte  me  rendre  dans  un  port,  k  Hambourg  par
exemple,  pour  y  attendre  des  nouvelles  des  Etats-unis.
3  Memoires  IV,  298  f.
4  Thugut  fährt  fort:  J’ai  fait  part  de  ces  difficultes  k  M r  Romeuf,  qui  m’a
remis  la  lettre  que  vous  m’aves  fait  l’honneur  de  m’ecrire  et  je  puis
Vous  assurer,  que  depuis  quelque  tems  d/jä  il  n’a  pas  existe  d’autre  obstacle
  k  la  delivrance  de  M r  de  la  Fayette  et  des  autres  prisonniers
d’Olmutz.
5  Ich  entnehme  einem  mir  freundlich  zur  Verfügung  gestellten  Auszuge
aus  dem  Hamburger  Staatsarchive,  dass  der  dortige  aus  Leith  in  England
            
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