Krösus’ Sturz.
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welche bei ihm bleiben wollen, Land, Städte, Weiber und
Sklaven (VII, 1, 43). Sie verlangen, nur nicht gegen Krösus
fechten zu müssen und scbliessen im Uebrigen ihren förmlichen
Vertrag auf die von Cyrus angebotenen Bedingungen: ra 8=aXXa
auvoiJ.ohoY^G-aVTS<; eoouav itfortv zai sXaßov (VII, 1, 44). ,Die
damals gebliebenen Egypter sind auch jetzt noch dem Könige
treu* (oi tote eti zal vuv ßastXet-wstoi Siajj.evouci). ,Cyrus
gab ihnen tbeils im innern Asien Städte, welche noch jetzt
Egypterstädte heissen, nahe am Meere bei Ivyme aber Larisa
und Kyllene, welche ihre Nachkommen noch jetzt besitzen' (a?
ev. zat vuv oi ait’ ezelvwv I/oiku). Dieser Vertrag wurde noch im
Lager von Thymbrarä (VII, 1, 45) abgeschlossen.
Die hier genannten Localitäten hat Xenophon hinlänglich
kennen gelernt, als er mit den Kyreiern und dem spartanischen
Heere 1 im westlichen Kleinasien wrnilte, auch erwähnt er in
der griechischen Geschichte (III, 1, 7) bald nach Niederlegung
des Commandos die vergebliche Belagerung des ,egyptischen
Larisa' — r};v AifU'/mav zaXoup,Evr)v — durch Thibron und dann
die freiwillige Uebergabe der Stadt an Derkylidas (III, 1, 16).
Hopliten in Tissaphernes’ Heere mit langen Holzschilden, die
er in der Anabasis (I, 8, 9) mit Afy6xuoi eXe-forto sivai aufführt,
werden eben solche Egypter sein. Man wird annehmen dürfen,
dass Xenophon von diesen kleinasiatischen Egyptern nicht
wenige der auf die Katastrophe des lydischen Reiches bezüglichen
Nachrichten und unter ihnen w'ohl auch die schöne
Geschichte der Pantheia und von deren Riesengrabe ([j.vvju.a
üxEp[j,EY£0e? iyjjjafri] &q caciv, VII, 3, 16) empfing.
Aber es leuchtet auch ein, dass Herodot dieselben Nachrichten
nicht erhalten haben dürfte, da er sich eben die Geschichte
der Pantheia kaum hätte entgehen lassen. 2
Hier erhebt sich nun die Frage, ob Xenophon auf
Herodot’s Schilderung Rücksicht nehme. Ich glaube die Frage
bejahen zu können, indem ich folgende Stellen erwäge. Herodot
erzählt (I, 80), dass die lydischen Pferde vor dem Geruch der
Kameele gewichen seien, und hiedurch sei Krösus’ Hoffnung
1 Bis 394 nach Nitsehe, Abfassung von Xenophon’s Hellenika, Programm
des Berliner Sophiengymnasiums 1871 S. 30.
2 Butters, was ist die Kyropädie? S. XI kehrt das orientalische Schmuckwerk
bei Herodot bereits hervor.