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Büdinger.
ANHANG.
Zu den Quellen der Kyropädie. 1
Es ist bemerkt worden, 2 dass Xenophon in der Kyropädie
an zwei und zwanzig Stellen seine Nachrichten als überlieferte
bezeichne, an vierundvierzig auf seine eigene Beobachtung
zurückführe. Aber es dürfte doch geeignet sein, die Natur
dieser von dem Autor ausdrücklich bezeichneten Quellenberichte
nach ihrem für historische Zwecke wesentlichen Charakter zu
scheiden; manche jener vierundsechzig Notizen kommt dabei
selbstverständlich nicht in Betracht.
Zunächst unterscheidet er ausdrücklich seine eigenen in
dem Werke niedergelegten Vorstellungen von den ihm zugekommenen
Nachrichten: oaa — eTcuQöp.eOa y.ai -igcdl-fjaOai ooy.o3p.ev
(I, 1, 6). Auch bildliche Darstellung dient ihm als Quelle olov
TtEpYpätpovtat ol Ilepoat I^ovts? (I, 2, 13). Wem er das eigentliche
sachliche und chronologische Gerippe seiner Darstellung verdanke
(vgl. oben S. 208), sagt er nirgends ausdrücklich.
Historische Gesänge und Anekdoten verwerthet er, wie
es scheint, nicht häufig. Von Cyrus’ schöner Erscheinung und
edler Geistesart XefSTat y.ai aSexat In y.ai vOv uxo twv ßapßapwv
(I, 2, 1), was er mit 3iapvr ( pove6ei;ai zusammenfasst (I, 2, 1);
seine beginnende Berühmtheit in Medien Sta axöpaTo? ilyo'i y.ai
ev Xi-fw y.ai ev wbatc (I, 4, 25). Immerhin ist Xenophon diese
auf Gemüthsbewegung gerichtete Tradition bedenklich: wraep
evtot y.ai ev wSat? y.ai ev Xöyot? oiyxpa xtva Xoyotxoioövxe? st? Sayoua
TCipümai ayetv (II, 2, 13). Dass Cyrus gesagt habe, ein guter
Hirt und ein guter König seien verwandten Berufes (VIII,
2, 14) Xöyo? auxou äxopvvjpoveüexat (wie oben otapvr;pov£6exai) ; von
1 Die Citate nach der Dindorf’sclien Ausgabe von 1874.
2 Butters, was ist die Kyropädie? (Zweibrückener Programm 1853j S. XVI.