Krösus’ Sturz.
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Zug zur Unterwerfung der Jonier, daher auch die Auswanderung
der Phokäer in das nächste Jahr, also Ol. 58, 4 = 545/4;
die Phokäer gründen während ihres sechsjährigen Umherwanderns
Elea, also etwa Ol. 60, in welche richtig von
Apollodor Xenophanes’ Blüthe gesetzt wird. 1 Dass mit diesem
eratosthenischen Ansatz von Krösus’ Sturz die noch von
Phanias festgehaltenen Daten lydischer Geschichte unvereinbar
waren, leuchtet ein; sie verschwinden denn auch gänzlich.
Auf Apollodor basirte seinerseits zunächst Sosikrates von
Alexandrien, der das Datum 01. 58, 3 schon als so bekannt
vorfand, dass er kurz 40 Jahre xp'o Kpofcou den Tod Periander’s
ansetzen konnte. Unter Kaiser Claudius hat dann Bocchus
und nach ihm im zweiten oder dritten Jahrhundert Solinus 2
kurz von der 58. Olympiade, cum — victor Cyrus intrasset
Sardis, sprechen können. Einzelne, vielleicht Julius Africanus,
dürften hierauf unter solcher allgemeiner Olympiadenangabe
das erste Jahr der Olympiade verstanden haben.
Dieses (= 1469 Abr.) erscheint für Krösus’ Sturz in den
Dynastienzahlen bei Eusebios (II 96 sq.) nach Hieronymus’,
das folgende (= 1470 Abr.) nach der armenischen Uebersetzung,
in beiden Fällen im Jahre nach dem Brande des
delphischen Tempels (vgl. oben S. 203 Anm. 2). Hieronymus
hat daneben noch in den Daten das echte Apollodorische oder
Eratosthenische Jahr 546 v. Chr = 01. 58, 3 oder 1471 Abr.:
Cyrus Sardis capit. Der Synkellos bringt unbesehen Hieronymus’
beide Jahre (I, 455 und 451 ed. Dindorf). Krösus’ Anfrage
bei den Orakeln hat aber Eusebios nach Herodot’s scheinbarer
Lehre in das vierte und den Beginn — statt der Vorbereitung
— des Krieges in das dritte Jahr vor dem Sturze (1466 oder
1467 Abr. = 551 oder 550 v. Chr.) gesetzt.
Welchen Werth nun die entsprechenden, im Eingänge erwähnten
Datirungen der neueren Forscher in Anspruch zu nehmen
haben, muss ich dem geneigten Leser zu entscheiden überlassen.
1 Diels S. 23 und für Perianders Tod bei Sosikrates S. 20.
2 Soliims ed. Mommsen p. XVII, VIII und das Datum I, 112, p. 30.