Krösus’ Sturz.
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dass Cyrus das Heer in zwölf Abtkeilungen getlieilt habe, so
dass jede einen Monat des Jahres die Bewachung dieser Belagerungsarbeit
zu übernehmen haben sollte. 1 Wie lange das
Ableitungswerk des Flusses aber wirklich dauerte, gibt er mit
dieser Verfügung nicht an. In seine Darstellung lässt sich
auch die herodoteische Abgrabung des Gyndes nicht unterbringen
und damit auch nicht die Zeitbestimmung von einem
,zweiten Frühjahre' in diesem Kriege. Nach dem früher Bemerkten
denkt aber auch er an eine, eine Anzahl Monate in
Anspruch nehmende Arbeit zur Ableitung des Euphrat und
ohnehin nicht an eine kurze Dauer des Krieges.
Wenn nun auch der lydische und babylonische Krieg
bei Xenophon als zusammengehörig erscheinen, so wird doch
— die xenophonteische Marschrichtung und Heeresergänzung'
der Perser in Anschlag gebracht und auch Herodot’s zweites
Frühjahr hinzugezogen — die Einnahme Babylons durch mehr
als ein, wahrscheinlich durch etwa zwei oder drei Jahre von
der von Sardes getrennt gedacht werden müssen. In bestimmten
Zahlen wird sich dies Ergebniss so fassen lassen: da die Einnahme
Babylons nach dem astronomischen Kanon 2 in das Jahr
538 gehört, so muss die von Sardes in den Herbst des Jahres
541 oder 540 fällen.
Die Möglichkeit eines grösseren Intervalles zwischen
beiden Kriegen und mit demselben auch die Zulässigkeit der
beiden späteren Angaben Herodot’s (I, 177, 178) über Cyrus’
zwischen den beiden Kriegen liegende oberasiatische Feldzüge
zu statuiren, muss man natürlich irgend ein Abkommen des
Perserkönigs bis zum Entscheidungskampfe vermuthen. Die
Auskunft gibt Trogus Pompejus (I, 7) oder vielmehr seine ursprüngliche
Quelle, sei es Ephoros oder Theopompos. Bei dem
ersten Kriege gegen die Babylonier lässt er zwar wie Xenophon
denselben Hilfe von Krösus bringen, victusque jam desolatus
in regnum refugit. Dann aber lässt er mit einer allgemeinen
Wendung, die als Unterwerfung der Babylonier oder als Frieden
mit denselben gedeutet werden kann — compositis iam in
1 — To aTpaT£U[j.a xar^vetp-E 8a>oexa (jip7), ax; jx^va tou iviauxoü exaarov \i.(po<;
cpuXai-ov. VII, 5, 13.
2 Bei Halma; vgl. oben S. 202 Anm. 1.
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